Industrielle LIBS-Anlage zur Trennung von Aluminiumlegierungen

Steinert hat für einen Aluminium-Recycler eine LIBS-Sortieranlage für Aluminiumschrotte entwickelt.
Rainer Sturm, pixelio.de

Um Aluminium in Recyclingkreisläufe zurückzuführen, bedarf es reiner Fraktionen, die Aufbereiter nur Schritt für Schritt herstellen können. Im Recycling-Prozess geht es zunächst um die Separation der Eisenmetalle und Nichteisenmetalle. Im nächsten Prozessschritt kommt die Schlüsseltechnologie zum Einsatz: Die Röntgentransmission trennt Schwer- von Leichtmetallen. Sie stellt definierte und saubere Aluminiumgemische her.

Mittlerweile ist die Kombination mehrerer Sensoren mit der Röntgentransmissionstechnik in Form der Steinert KSS nachgefragt, um noch mehr Sortiertiefe zu erlangen. Sie ist eine Plattform, auf der verschiedene Sensoren zum Einsatz kommen: 3D-, Farb- und Induktionserkennung. Darüber hinaus kann das System um einen vierten Sensor ergänzt werden (Nahinfrarot-, Röntgentransmissions- oder Röntgenfluoreszenzsensor). Zur Aufbereitung der ZORBA-Fraktion werden Materialien zum Beispiel mittels Röntgentechnik in Al und die Sammelfraktion Kupfer, Messing, Zink usw. separiert.

Das fehlende Bindeglied für Aluminium-Recycler, das vorsortierte Aluminiumschrotte nach seinen Legierungen trennt, ist erstmals in Betrieb genommen und hat seine Feuertaufe in der Praxis bestanden: mit dem speziell konstruierten Liniensortiersystems Steinert LSS ist es dem Kunden jetzt möglich, mehrere Legierungen mit nur einer Detektion durch den LIBS-Sensor zu trennen. LIBS – kurz für Laser-Induced Breakdown Spectroscopy – ist eine Technologie zur Element-Analyse. Die im Messgerät hinterlegten Kalibriermethoden analysieren standardmäßig die Konzentrationen für die Legierungselemente Cu, Fe, Mg, Mn, Si, Zn und Cr. Die Sortieraufgabe bei Legierungen besteht darin, das zerkleinerte Materialgemisch zunächst zu vereinzeln, um das Material stets so am Laser vorbeizuführen, dass die Laserpulse auf der Oberfläche des Materials auftreffen. Dabei verdampfen winzige Materialpartikel. Das emittierte Energiespektrum wird simultan aufgenommen und analysiert, sodass die Legierung sowie die einzelnen Legierungsbestandteile jedes einzelnen Objektes erkannt werden. Im ersten Teil der Maschine detektiert, schießen Druckluftdüsen die bis zu sieben unterschiedlichen Materialien im zweiten Teil der Maschine je nach Elemente-Zusammensetzung in verschiedene Bunker.

Steinert stellt die Anlage auf der Aluminium-Messe vor.

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