Hohe Nachfrage nach Metalllegierungen

Für die Legierungsmetalle Nickel, Chrom und Molybdän rechnet die Deutsche Industriebank (IKB) weiterhin mit einer hohen Nachfrage.

Bei Nickel rechnet die IKB für 2017 mit einem Verbrauchszuwachs von 5,5 Prozent. Gleichzeitig sei die Produktion um 3 Prozent angestiegen, was in einem Angebotsdefizit von etwa 100.000 Tonnen resultiere. Dies sei aber bei den vorhandenen Nickelvorräten darstellbar. Für 2018 rechnet die IKB bei einer weiter anziehenden Produktion und einem höheren Verbrauch mit einem Angebotsdefizit von etwa 50.000 Tonnen. Die stabilen Lagerbestände der LME würden starke Preissprünge verhindern. Bis Ende März 2018 sieht die IKB den Nickelpreis in einem Band von 1.500 US-Dollar um 11.500 US-Dollar.

Auch der Bedarf an Ferrochrom habe 2017 stark zugenommen. Für das vierte Quartal 2017 habe der Benchmark-Preis zwischen europäischen Werken und südafrikanischen Ferrochromschmelzen mit 1,39 US-Dollar/lb. um ein Viertel über dem Vorquartal gelegen. Den Preis sieht die IKB bis Ende März 2018 um die Marke von 8,25 US-Dollar je Kilogramm Reinchromgehalt mit einer Bandbreite von einem US-Dollar.

Für die Molybdänproduktion wird für 2017 ebenfalls mit einem deutlichen Anstieg (7 bis 8 Prozent) gerechnet. Allerdings liegt laut IKB das Produktionsniveau um 15 bis 20 Prozent unter dem vor drei Jahren prognostizierten Niveau. Es scheine aber trotzdem kein größeres Angebotsdefizit zu geben. Bis Ende des ersten Quartals 2018 rechnet die IKB mit einem Preis von 20,50 US-Dollar je Kilogramm mit einer Bandbreite von 2,50 US-Dollar.

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