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Dialyse-Einwegprodukte: Projekt entwickelt Recyclingprozess

Gebrauchte Dialysatoren und Blutschlauchsysteme landen bisher in der Verbrennung. Das Forschungsprojekt Dialycycle will das ändern und erstmals eine praxistaugliche Recyclingkette für kunststoffbasierte Dialyse-Einwegprodukte entwickeln.
Gebrauchter Dialysator und Kunststoff-Rezyklate auf hellem Untergrund
Pro Dialysebehandlung fallen mindestens 2,5 Kilogramm Kunststoffabfälle an. Das Projekt Dialycycle will daraus verwertbare Rezyklate gewinnen. (Quelle: KI/Claude Sonnet)
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In Deutschland fallen bei der Hämodialyse jährlich rund 35.000 Tonnen kunststoffbasierter Abfälle an, pro Behandlung mindestens 2,5 Kilogramm. Gebrauchte Dialysatoren und Blutschlauchsysteme werden bislang thermisch verwertet. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Dialycycle“ soll nun erstmals eine durchgängige Prozesskette für das werkstoffliche Recycling dieser Materialien entwickeln und erproben.

Der Förderantrag wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 3. April 2026 bewilligt. Das Projekt startet am 1. Juni 2026 und läuft 36 Monate. Koordiniert wird es vom Verein Circular MTC aus Chemnitz.

Zu den Projektpartnern zählen das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KFH), die gemeinnützige Stiftung Patienten Heimversorgung (PHV), Beos Polymer, Polym Manufaktur und Gerflor Mipolam. Als assoziierter Partner bringt Remondis Medison Expertise in der Dekontamination medizinischer Abfälle ein.

Das KFH, nach eigenen Angaben einer der größten Dialyseanbieter Deutschlands, bringt seine Erfahrung in Stoffstromanalyse und Sammellogistik ein. In ausgewählten Nierenzentren des Vereins sollen klinische Materialströme analysiert sowie Konzepte für eine recyclinggerechte Desinfektion und Sammlung entwickelt werden.

Ziel ist ein wirtschaftlich tragfähiges und übertragbares Geschäftsmodell, das perspektivisch auch auf andere medizinische Einrichtungen ausgeweitet werden soll. Durch den Einsatz der gewonnenen Rezyklate sollen laut Projektbeschreibung bis zu 50 Prozent der CO₂-Emissionen eingespart werden, die mit Dialysebehandlungen und deren Einwegprodukten verbunden sind.

Quelle: Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation
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