Ab dem 21. Mai 2026 müssen Verbringungen von Abfällen der roten Liste innerhalb der Europäischen Union digital über DIWASS gemeldet werden. Ohne Registrierung im System sind entsprechende Verbringungen nicht mehr möglich. Betroffen sind unter anderem Unternehmen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland, die Abfälle grenzüberschreitend transportieren, behandeln oder verwerten.
Plattform übernimmt Dokumentenfluss
Travas wickelt den Dokumenten- und Kommunikationsfluss zwischen Exporteuren, Beförderern, Importeuren, Verwertern und DIWASS über eine Plattform ab. Die Beteiligten erstellen Notifizierungen und Versanddokumente gemeinsam, unterzeichnen sie digital und archivieren sie zentral.
Die Plattform kommuniziert über eine Programmierschnittstelle mit DIWASS Route 3. Dabei handelt es sich um die höchste von der Europäischen Union vorgesehene Integrationsebene für das System. Travas begleitet Unternehmen zudem bei der Registrierung bei den zuständigen Behörden.
Archivierung für fünf Jahre
DIWASS wird in den Niederlanden von der Inspectie Leefomgeving en Transport, in Belgien von der Openbare Vlaamse Afvalstoffenmaatschappij und in Deutschland vom Umweltbundesamt verwaltet. Die Plattform prüft Dokumente vor der Einreichung, zeigt den Status jeder Verbringung in Echtzeit an und archiviert die Unterlagen gemäß Artikel 86 der EU-Abfallverbringungsverordnung für fünf Jahre.
Travas unterstützt Verbringungen der grünen, orangen und roten Liste. Beförderer und weitere Kettenpartner können kostenlos eingebunden werden. Das Unternehmen begründet dies damit, dass digitale Compliance nur funktioniert, wenn alle Beteiligten in einem gemeinsamen System arbeiten.
Grüne Liste folgt 2027
Travas ist seit Januar 2026 im Produktivbetrieb. Nach der Frist für die rote Liste am 21. Mai 2026 folgt ein weiterer Termin: Ab dem 1. Januar 2027 müssen auch Verbringungen der grünen Liste nach Anhang VII digital über DIWASS gemeldet werden.
Unternehmen können den Prozess für die grüne Liste nach Angaben von Travas bereits ab dem 21. Mai 2026 über die Plattform digital abwickeln. Damit sollen sie die Umstellung vor der gesetzlichen Pflicht vorbereiten und interne Abläufe früher digitalisieren.







