Homogene Einsatzstoffe für thermochemische Verfahren
Die Pelletierung für Recyclingprozesse dient der Herstellung definierter Einsatzstoffe für Prozesse wie Pyrolyse, Vergasung und Depolymerisation. Dabei werden heterogene, feine oder faserige Materialien zu formstabilen Pellets verdichtet. Diese lassen sich gleichmäßig dosieren, transportieren und lagern. Für thermische und chemische Recyclingverfahren ist eine konstante Materialzufuhr erforderlich, da Schwankungen in Dichte, Form und Zusammensetzung die Prozessstabilität beeinflussen.
Die so aufbereiteten Stoffströme können unter anderem in der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen eingesetzt werden. Diese entstehen aus unterschiedlichen Kohlenstoffquellen, darunter biogene Reststoffe, recycelte Materialien sowie CO₂ aus industriellen Prozessen.
Breites Anwendungsspektrum der Pelletierung
Die Pelletierung für Recyclingprozesse wird sowohl im Kunststoffrecycling als auch bei der Aufbereitung von Alttextilien eingesetzt. Kunststofffraktionen werden vor der thermischen oder chemischen Behandlung verdichtet, um eine gleichmäßige Weiterverarbeitung zu ermöglichen. Textile Fasern lassen sich in pelletierter Form effizienter handhaben und in nachgelagerte Prozesse integrieren.
Auch biogene Reststoffe wie Holzreste oder organische Nebenprodukte können zu Pellets verarbeitet werden. Klärschlamm wird durch die Verdichtung für thermische Behandlungsverfahren vorbereitet. Die Pelletierung ermöglicht damit eine standardisierte Aufbereitung unterschiedlicher Stoffströme für verschiedene Verwertungswege.
Technikpräsentation auf der IFAT
Auf der IFAT 2026 zeigt Amandus Kahl eine Flachmatrizenpresse des Typs 60–1500. Die Anlage wird mit Stromanschluss präsentiert und dient als Beispiel für die technische Umsetzung der Pelletierung für Recyclingprozesse. Die gezeigten Lösungen richten sich an Unternehmen aus Entsorgungswirtschaft, Recycling und industrieller Reststoffverwertung.
Halle B4, Stand 546







