Beitrag zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung
Mit dem Reparaturbonus Bayern soll die Nutzungsdauer von Elektrogeräten verlängert werden. Dadurch soll die Entstehung von Elektroschrott reduziert und den Einsatz von Primärrohstoffen verringert. Hintergrund ist der steigende Ressourcenbedarf bei der Herstellung neuer Geräte sowie die wachsende Menge an Elektroaltgeräten.
Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen messbare Effekte. In Thüringen wurden innerhalb von zwei Jahren rund 390 Tonnen Elektroschrott vermieden. Gleichzeitig konnten CO₂-Emissionen in einer Größenordnung von etwa 2.970 bis 3.000 Tonnen CO₂-Äquivalenten reduziert werden. Ein signifikanter Anteil der Antragstellenden hätte ohne Förderung auf eine Reparatur verzichtet. Auch in Sachsen und Berlin wurden entsprechende Förderprogramme eingeführt.
Impulse für regionale Wirtschaft
Der Reparaturbonus Bayern ist zudem als wirtschaftspolitisches Instrument angelegt. Die Förderung zielt darauf ab, die Nachfrage nach Reparaturdienstleistungen zu erhöhen und damit lokale Handwerksbetriebe zu stärken. Reparaturen erfolgen überwiegend regional. Dadurch bleibt die Wertschöpfung vor Ort und Beschäftigungseffekte im Handwerk werden unterstützt.
Haushaltsmittel und politischer Kontext
Für die Umsetzung des Reparaturbonus Bayern sind im Haushaltsentwurf Mittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro für das Jahr 2026 sowie 3,7 Millionen Euro für das Jahr 2027 vorgesehen. Ein vergleichbares Programm wird im Freistaat Sachsen derzeit mit einem Volumen von über 4 Millionen Euro finanziert.
Ein entsprechender Antrag war bereits in früheren Haushaltsverhandlungen eingebracht worden, fand jedoch keine Mehrheit. Die erneute Initiative steht im Kontext aktueller wirtschafts- und ressourcenpolitischer Debatten, insbesondere zur Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen und zur Reduzierung des Rohstoffverbrauchs im Sinne der Kreislaufwirtschaft.







