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Projekt ReDriveS startet in Umsetzungsphase

Das Forschungsprojekt ReDriveS („Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme“) beginnt die Umsetzungsphase. Ziel ist die Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe.
Projekt ReDriveS startet in Umsetzungsphase
Copyright: Erstellt mit ChatGPT
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Im Mittelpunkt stehen automatisierte Demontageprozesse, Recyclingverfahren für Seltene-Erden-Magnete sowie der Aufbau digitaler Zwillinge zur herstellerübergreifenden Datennutzung.

ReDriveS ist Teil des BMWE-Fachprogramms „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“ und wird mit einem Projektvolumen von mehr als 25 Millionen Euro umgesetzt. Die Gesamtförderung beträgt über 16 Millionen Euro. Das Konsortium umfasst 25 geförderte Partner aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft sowie weitere assoziierte Partner aus Forschung und Wirtschaft. Koordiniert wird das Vorhaben von der Schaeffler AG. Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monate, Projektträger ist die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH.

Das Projekt adressiert zentrale Anforderungen der Elektromobilität entlang der Wertschöpfungskette: Digitalisierung von Produkt- und Prozessdaten, ressourcenschonende Nutzung strategischer Materialien sowie die systemfähige Einbindung von Demontage- und Recyclingprozessen in industrielle Abläufe. Dafür werden robotergeführte Demontagesysteme für elektrische Achsantriebe entwickelt und mit Recyclingprozessen für Seltene-Erden-Magnete (NdFeB) und weitere strategische Materialien verknüpft. Ergänzend entsteht ein digitales Ökosystem, das digitale Zwillinge zur datenbasierten Bewertung und Steuerung von End-of-Life-Prozessen nutzbar macht.

ReDriveS soll dazu beitragen, die Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen zu erhöhen und die Resilienz der Wertschöpfungskette in der Elektromobilität zu stärken. Darüber hinaus zielt das Vorhaben darauf ab, zukünftige Anforderungen an Recyclingquoten zu unterstützen und die Umweltwirkungen von Elektrofahrzeugen über den Lebenszyklus hinweg zu reduzieren.

Zum Projektauftakt am 12. und 13. Januar 2026 kamen am Schaeffler-Standort Herzogenaurach über 80 Vertreter*innen des Konsortiums zusammen. Am ersten Veranstaltungstag standen Grußworte aus dem Förderumfeld, Fachbeiträge aus Wirtschaft und Forschung sowie die Vorstellung des Gesamtvorhabens im Fokus. Der zweite Tag war der Abstimmung der Arbeitspakete gewidmet, einschließlich Statusberichten, Zieldefinitionen und dem weiteren Vorgehen in der Projektumsetzung.

Zu den beteiligten Organisationen gehören unter anderem Schaeffler AG, AVL Software and Functions GmbH, Circu Li-Ion, EKS InTec GmbH, FEV, FFT Produktionssysteme, Fraunhofer IPA, Fraunhofer LBF, Hochschule Pforzheim, LPKF Laser & Electronics SE, Lehrstuhl FAPS der FAU Erlangen-Nürnberg, msg for automotive, Öko-Institut, Robert Bosch GmbH, The Battery Lifecycle Company GmbH (BLC), TU Bergakademie Freiberg, TU Clausthal – IEVB, TU Clausthal – IGMR sowie Volkswagen AG.

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF entwickelt im Projekt einen digitalen Zwilling, der den Zustand elektrischer Achsantriebe sowie die zu erwartende Restlebensdauer ihrer Komponenten bewertet. Grundlage sind Daten aus Entwicklung, Herstellung und Betrieb, die mit End-of-Life-Prüfungen verknüpft und in Zustands- sowie Lebensdauermodelle überführt werden. Dafür kombiniert das Institut physikalische und datenbasierte Modellierungsansätze, um Degradation, Belastung und Nachnutzungspotenziale strukturiert abzubilden. Der digitale Zwilling soll so eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage für Demontage, Wiederverwendung und Recycling elektrischer Achsantriebe schaffen.

Quelle: Fraunhofer LBF
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