Derzeit werden diese Stäube häufig deponiert oder in der Zementindustrie entsorgt, wobei enthaltene Metalle wie Zink und Eisen nicht zurückgewonnen werden.
In der Stahlproduktion fallen zinkhaltige Stäube insbesondere dort an, wo verzinkte Schrotteinsatzstoffe verarbeitet werden. Stäube mit einem Zinkanteil zwischen fünf und 15 Prozent gelten in klassischen Recyclingprozessen als nicht rentabel. Damit gehen potenziell nutzbare Sekundärrohstoffe verloren, obwohl Zink und Eisen grundsätzlich stofflich verwertbar sind.
Die geplante Anlage soll diese Stoffströme mithilfe eines neu entwickelten chemischen Verfahrens aufbereiten und in den Rohstoffkreislauf zurückführen. Vorgesehen ist die Verarbeitung von rund 60.000 Tonnen zinkhaltiger Reststoffe pro Jahr bei einem durchschnittlichen Zinkgehalt von etwa zwölf Prozent. Aus dem Prozess sollen jährlich rund 5.300 Tonnen hochreines Zinkoxid gewonnen werden, das als Sekundärrohstoff wieder für industrielle Anwendungen zur Verfügung steht. Als Nebenprodukte entstehen Gips und Natriumhydrogensulfit.
Neben der Rückgewinnung von Zinkoxid wird auch eine Reduktion von Treibhausgasemissionen gegenüber der Primärerzeugung erwartet. Bei einer geplanten Jahresproduktion von 5.300 Tonnen Zinkoxid wird eine CO₂-Minderung von rund 13.250 Tonnen pro Jahr angegeben.
Das Vorhaben wird im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Bundesumweltministeriums gefördert. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich die Förderung auf rund zwei Millionen Euro. Ziel der Förderung ist die erstmalige großtechnische Anwendung der neuen Technologie zur Verwertung zinkhaltiger Stahlwerksstäube und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft in der Stahlindustrie.







