Leichter Anstieg der Rohstoffpreise im Dezember

HWWI-Rohstoffpreisindex beendet das Jahr mit relativ schwachem Wachstum.
Rainer Sturm, pixelio.de
Rainer Sturm, pixelio.de

Zum Jahresende stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den sechsten Monat in Folge. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Rohstoffpreise betrug im Dezember +1,7 Prozent (in Euro: +0,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Der Gesamtindex notierte damit bei 118,5 Punkten (in Euro: 111,1 Punkte). Die Preise der Energierohstoffe stiegen erneut, jedoch weniger kräftig als im Vormonat. Im Gegensatz dazu stiegen die Industrierohstoffpreise im Dezember deutlicher als im November. Nachdem die Preise für Nahrungs- und Genussmittel zuletzt stagnierten, fielen sie im Dezember. Der Index ohne Energie stieg lediglich um 0,8 Prozent (in Euro: ± 0,0 %Prozent) auf 111,4 Punkte (in Euro: 104,5 Punkte). Folglich waren die Preissteigerungen bei den Energie- und Industrierohstoffen für den Anstieg des Gesamtindex verantwortlich.

Index für Industrierohstoffe: 2.5 Prozent (in Euro: 1,6 Prozent)
Die durchschnittlichen Preise von NE-Metallen sind im Dezember erneut leicht gefallen gegenüber dem Vormonat. Die Preise aller im Index vertretenen NE-Metalle fielen, mit Ausnahme des Preises von Blei. Der Bleipreis stieg um 1,9 Prozent (in Euro: +1,1 Prozent), nachdem er im November noch gefallen war. Dagegen fiel der Preis für Aluminium um 1,5 Prozent (in Euro: -2,4 Prozent). Der Kupferpreis fiel um 0,3 Prozent (in Euro: -1,1 Prozent). Der Preis für Zink sank um 1,3 Prozent (in Euro: -2,1 Prozent) und der Zinnpreis fiel um 0,7 Prozent (in Euro: -1,5 Prozent). Der Preis für Nickel fiel um 4,9 Prozent (in Euro: -5,8 Prozent), nachdem er im November deutlich gestiegen war. Insgesamt fielen die durchschnittlichen Preise für NE-Metalle um 1,2 Prozent (in Euro: -2,0 Prozent). Deutlich stieg im Dezember der Eisenerzpreis. Eisenerz verteuerte sich um 12,3 Prozent (in Euro: +11,4 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe im Dezember um 2,5 Prozent (in Euro: +1,6 Prozent) auf 123,0 Punkte (in Euro: 115,4 Punkte).

Index für Energierohstoffe: +1,9 Prozent (in Euro: +1,0 Prozent)
Im Dezember stiegen die durchschnittlichen Preise der drei führenden Rohölsorten um 1,5 Prozent (in Euro: +0.7 Prozent) auf 61,02 US-Dollar (51,55 Euro) pro Barrel. Anfang Dezember wurde bekannt gegeben, dass die Förderbeschränkungen der OPEC und Russland für weitere neun Monate bis zum Ende des Jahres 2018 bestehen bleiben sollen. Rohöl aus dem Nahen Osten verteuerte sich um 0,8 Prozent (in Euro: ±0,0 Prozent). Leicht höher fiel der Preisanstieg für die europäische Rohölsorte Brent mit 1,8 Prozent (in Euro: +1,0 Prozent) aus. Technische Probleme an einer schottischen Pipeline behinderten unter anderem die Erdöllieferungen in Europa. Der Referenzpreis für die US-amerikanische Rohölsorte, West Texas Intermediate (WTI), stieg um 1,9 Prozent (in Euro: +1,1 Prozent) und ist damit die Rohölsorte mit dem stärksten Preisanstieg aller drei im Index vertretenen Rohölreferenzsorten im Dezember. Meldungen über stärker als erwartet gefallene US-Rohölbestände waren unter anderem für diese Preissteigerungen verantwortlich.

Der durchschnittliche Preis für Erdgas stieg im Dezember um 3,5 Prozent (in Euro: +2,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Dabei betrug der erneut kräftige Preisanstieg für europäisches Erdgas 13,6 Prozent (in Euro: +12,6 Prozent). Ursachen hierfür sind zum einen die gestiegene Nachfrage aufgrund der kalten Witterung und zum anderen ein reduziertes Angebot aufgrund technischer Probleme in Schottland und Österreich. In den USA fiel der durchschnittliche Preis für Erdgas um 6,0 Prozent (in Euro: -6,8 Prozent, nachdem er im November gestiegen war. Der durchschnittliche Preis für Kohle stieg im Dezember um 2,1 Prozent (in Euro: +1,2 Prozent). Im Dezember stieg der Index für Energierohstoffe insgesamt um 1,9 Prozent (in Euro: +1,0 Prozent) auf 119,6 Punkte (in Euro: 112,1 Punkte).

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