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IFAT München mit neuen Rekorden

Die IFAT Munich 2026 hat neue Rekordwerte erreicht. Rund 142.000 Besucher aus knapp 160 Ländern und Regionen sowie etwa 3.400 Aussteller aus gut 60 Ländern und Regionen kamen vom 4. bis 7. Mai nach München. Auf einer Ausstellungsfläche von 300.000 Quadratmetern präsentierten Unternehmen Lösungen für Wasserwirtschaft, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Die Messe zeigte damit die wachsende Bedeutung von Umwelttechnologien für Industrie, Rohstoffversorgung und Infrastruktur.
IFAT München mit neuen Rekorden
Rund 142.000 Besucher kamen nach München. Die nächste IFAT Munich findet vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 statt. Copyright: Messe München GmbH
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Kreislaufwirtschaft rückt in den Mittelpunkt

Zum 60-jährigen Bestehen der IFAT Munich stand vor allem die strategische Rolle der Umwelttechnologien im Fokus. Themen wie resiliente Lieferketten, Rohstoffsicherheit und Ressourceneffizienz prägten die Veranstaltung.

Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, bezeichnete die Kreislauf- und Wasserwirtschaft als künftige globale Schlüsselindustrien. Die IFAT Munich verstehe sich dabei als Plattform für Wissenstransfer und den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik.

Auch politische Vertreter nutzten die Messe für Gespräche mit Unternehmen und Verbänden. Unter anderem besuchte die EU-Kommissarin für Umwelt, resiliente Wasserversorgung und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, Jessika Roswall, die Veranstaltung. Bundesumweltminister Carsten Schneider hob die Bedeutung von Umwelttechnologien für Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand hervor.

Studie sieht hohes Wachstumspotenzial

Eine auf der Messe vorgestellte Studie der Boston Consulting Group im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie sieht erhebliche wirtschaftliche Potenziale in der Circular Economy. Die Studie geht davon aus, dass die zirkuläre Bruttowertschöpfung in Deutschland bis 2045 von derzeit rund 60 Milliarden Euro auf bis zu 125 Milliarden Euro steigen kann.

Zusätzlich könnten Recycling und Wiederverwendung bis 2045 zwischen 20 und 40 Prozent der strategischen Rohstoffimporte ersetzen. Die kumulierte zusätzliche Wertschöpfung wird auf bis zu 880 Milliarden Euro geschätzt.

Ressourcensicherheit und Resilienz im Fokus

Die Messe thematisierte insbesondere geschlossene Stoffkreisläufe und die Verringerung der Abhängigkeit von Primärrohstoffen. Unternehmen aus der Recycling- und Entsorgungswirtschaft verwiesen auf die wachsende Bedeutung der Branche für die industrielle Rohstoffversorgung.

Parallel dazu rückten resiliente Wasserinfrastrukturen stärker in den Vordergrund. Diskutiert wurden Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe und Sabotage ebenso wie Lösungen für Starkregen, Überschwemmungen, Hitzeperioden und Wasserknappheit.

Hoher Internationalisierungsgrad

Der internationale Anteil der Besucher und Aussteller lag erneut bei über 50 Prozent. Zu den wichtigsten Ausstellernationen zählten neben Deutschland Italien, China und die Niederlande.

Nach Angaben der Messe München profitierte die IFAT Munich 2026 trotz verkürzter Laufzeit von hoher Nachfrage und einer gestiegenen Effizienz für Besucher und Aussteller. Die Veranstalter sehen Umwelttechnologien weiterhin als internationalen Wachstumsmarkt.

Die nächste IFAT Munich findet vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 in München statt.

Quelle: Messe München
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