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Stadler modernisiert Sortieranlage in Bizkaia

Stadler hat die Modernisierung der Leichtverpackungs-Sortieranlage von BZB in Amorebieta-Etxano in der Provinz Bizkaia abgeschlossen. Die Anlage wurde am 27. Januar 2026 offiziell in Betrieb genommen.
Stadler modernisiert Sortieranlage in Bizkaia
Copyright: Stadler
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Ziel des Projekts war es, Kapazität, Automatisierungsgrad und digitale Steuerung zu erhöhen und die Anlage auf zukünftige regulatorische und marktseitige Anforderungen auszurichten.

BZB ist ein öffentlich-privates Joint Venture von Garbiker, einer Gesellschaft des Provinzrats von Bizkaia, und Trienekens País Vasco. Das Unternehmen betreibt seit vielen Jahren die Sammlung und Sortierung von Verpackungsabfällen aus Haushalten und Gewerbe und führt die gewonnenen Materialien als Sekundärrohstoffe dem Wirtschaftskreislauf zu. Die Anlage in Amorebieta-Etxano nimmt dabei eine zentrale Rolle in der regionalen Entsorgungs- und Recyclinginfrastruktur ein.

Für Stadler hat das Projekt eine besondere historische Dimension. Die ursprünglich im Jahr 2002 errichtete Anlage war die erste schlüsselfertige Sortieranlage des Unternehmens in Spanien. Mit der erneuten Beauftragung rund 25 Jahre später knüpfen beide Partner an diese Zusammenarbeit an und führen sie mit einer Anlage der aktuellen technologischen Generation fort.

Die Entscheidung zur Modernisierung am bestehenden Standort fiel zugunsten der Weiternutzung der vorhandenen Infrastruktur. Die Integration neuer Technik innerhalb der baulichen Grenzen des Bestandsgebäudes erforderte eine kompakte und präzise Anlagenplanung. Ergebnis ist eine deutlich leistungsfähigere Installation, die den verfügbaren Raum effizient nutzt und gleichzeitig den manuellen Aufwand im Betrieb reduziert.

Die Auslegung der Sortierkriterien erfolgte in Abstimmung mit dem dualen System Ecoembes, das in die Planung und Umsetzung eingebunden war. Die Anlage ist für ein breites Spektrum an Leichtverpackungen ausgelegt und erzeugt definierte Fraktionen aus Kunststoffen wie PET, HDPE, PP und PS sowie zwei Folienqualitäten und Eisen- und Nichteisenmetalle.

Die Verarbeitungskapazität wurde von zuvor rund drei auf bis zu acht Tonnen pro Stunde erhöht. Der Materialstrom wird automatisiert aufgegeben, vorzerkleinert und über ein Trommelsieb in drei Korngrößen getrennt. In den nachgeschalteten Sortierstufen kommen Ballistikseparatoren, Magnet- und Wirbelstromabscheider sowie optische NIR-Sortierer zum Einsatz. Die sortierten Fraktionen werden in zugeordnete Bunker gefördert und für den Abtransport verpresst.

Reversierbare Förderbänder ermöglichen eine flexible Materialführung. Füllstandsensoren und ein automatisiertes Containersignal unterstützen den kontinuierlichen Betrieb. Die Überwachung und Steuerung aller Prozesse erfolgt über ein zentrales Leitsystem, das Transparenz und Betriebskontrolle sicherstellt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Modernisierung ist der hohe Automatisierungsgrad. Die Anlage arbeitet mit deutlich weniger manuellen Eingriffen als die Vorgängerversion und erreicht dadurch eine höhere Betriebseffizienz bei gleichzeitig verbesserten Arbeitsbedingungen für das Bedienpersonal.

Erstmals in Spanien wurde bei BZB zudem die digitale Plattform STADLERconnect mit dem Modul Predictive Maintenance implementiert. Die kontinuierliche Zustandsüberwachung der Aggregate ermöglicht vorausschauende Wartungsstrategien und unterstützt eine hohe Anlagenverfügbarkeit.

Quelle: Stadler
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