Die OPEC+ setzte im Dezember 2025 ihre Strategie zur Stabilisierung der Fördermengen bis zum Ende des ersten Quartals 2026 fort. Ziel bleibt es weiterhin, einem Angebotsüberschuss entgegenzuwirken.
Stahl
Die weltweite Rohstahlproduktion lag in den letzten drei Monaten unter dem Vorjahresniveau. Im November ging die 1200 Produktion gegenüber dem Vorjahresniveau um -4,6 % deutlich zurück. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch eine erheblich geringere Produktion in China (-10,9 % ggu. Vorjahr), das im November 49,9 % der weltweiten Stahlproduktion darstellte. Die Stahlpreise haben sich im Dezember kaum bewegt. Warmbreitband liegt 0,1 % über dem Preis des Vormonats, Walzdraht liegt 0,1 % darunter und Feinblech 2,2 % darüber. Für Q1 2026 erwartet Die IKB bei den Stahlpreisen einen Aufwärtstrend. Der Trend aus dem Vormonat setzte sich bei den Schrottpreisen fort. So stieg der Preis für Stahlaltschrott um weitere 4,6 %, für Stahlneuschrott um 4,5 %. Für das erste Quartal 2026 geht die IKB von einer moderaten Preissteigerung bei den Stahlschrottpreisen aus.
Aluminium
Die globale Produktion von Primaraluminium lag bis Ende November 2025 mit gut 67,5 Mio. t. um 1,2 % über dem Vorjahreswert. Die chinesische Produktion lag um 2,0 % höher; die im übrigen Asien nur um 1,0 % gesteigert werden konnte. In Afrika war mit 2,9% der größte Produktionszuwachs zu beobachten; die Golfregion hatte einen Rückgang um 2,9 %. Die Aluminiumbestädnde an den Börsen entwickelten sich gegenläufig: Ende Dezember lagerten knapp 5,0 % weniger Aluminium an der LME als zum Ende des Vormonats. An der SHFE lagen die Bestände hingegen um 12,6 % über dem Vorjahresniveau. Der Aluminiumpreis stieg im letzten Halbjahr kontinuierlich an und lag Ende Dezember bei 2.968 US-$/t. Bis Ende des ersten Quartals sieht die IKB die Preise in einem Band von +200 US-$ um die Marke von 3.000 US-$/t bei Primaraluminium; den für Aluminium Alloy um ca. 300 US- $/t darunter.
Kupfer
Die globale Kupferproduktion lag Ende Oktober 2025 um 1,9% über dem Produktionsvolumen des Vorjahreszeitraums. Outputsteigerungen in Peru und der DRK wurden teilweise kompensiert durch Rückgänge in Indonesien und Chile. Mit der Wahl des neuen wirtschaftsfreundlichen Präsidenten in Chile könnte die chilenische Kupferproduktion in den nächsten Jahren gestärkt werden. Während an der LME im Dezember Kupfervorrate abgebaut wurden, war an der SHFE ein Lageraufbau um knapp 50 % zu beobachten. Die hohen Kupferpreise sorgten für Nachfragerückgänge bei Kupferprodukten und damit einhergehend für erhöhte Lagerbestände. Der Kupferpreis stieg im Dezember durchschnittlich um über 9 % an und lag zeitweise über 12.500 US-$/t. Den Kupferpreis sieht die IKB im ersten Quartal 2026 bei 13.000 US-$/t in einer Bandbreite von +700 US-$/t.







