Wenig Vorräte bei Zink und Blei

Die Zink-Lagerbestände an der LME hätten Ende Februar 2019 noch gut 65.000 Tonnen betragen. Damit haben sie sich laut der Deutschen Industriebank (IKB) in den letzten drei Monaten fast halbiert.

Der Lagerbestand an der SHFE habe sich auf 113.000 Tonnen erhöht, derjenige an der Comex liege unter 3.000 Tonnen. Die Bestände würden dem Verbrauch von rund 4,5 Tagen entsprechen. Insgesamt sei die Versorgung sehr knapp. 2018 habe sich ein Angebotsdefizit von über 370.000 Tonnen ergeben.

Die Bleivorräte an der LME würden bei 77.000 Tonnen liegen, die Bestände an der SHFE machten gut 29.000 Tonnen aus. Die Vorräte an der Comex seien mit 750 Tonnen weiterhin unbedeutend. Das absolute Niveau der Bleivorräte entspreche dem Verbrauch von gut 3 Tagen. Damit sei die Versorgungssituation bei Blei sehr eng. Der Markt habe 2018 mit einem Defizit von 100.000 Tonnen abgeschlossen.

Nach einem kräftigen Schlussquartal sei die Zinkminenproduktion 2018 um 2% gestiegen. Die Hochlaufphase etlicher neuer Minenkapazitäten habe sich länger als erwartet hingezogen. Für 2019 sei jedoch ein Zuwachs von bis zu 6% realistisch. Die Raffinadeproduktion habe 2018 stagniert, dürfte im Jahr 2019 aber um rund 2% zulegen. Der Verbrauch habe knapp auf Vorjahresniveau gelegen, was vor allem in einem leichten Rückgang in China und der Türkei begründet gewesen sei, während andere Verbrauchsregionen zulegt hätten. Impulse erhalte Zink primär von verzinkten Blechen und der Zinkchemie. 2019 dürfte der globale Bedarf um 3% anziehen, was mit einem Angebotsdefizit von 100.000 Tonnen einhergehe. Die IKB prognostiziert für den Zinkpreis bis Mitte 2019 weiter eine Bewegung um eine Marke von 2.800 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 500 US-$.

Die Bleiminenproduktion sei im Gesamtjahr 2018 um 1,2% gesunken. Heute würden jedoch 60% der gesamten Bleiproduktion aus Recyclingmaterial stammen. Die Raffinadeproduktion habe 2018 um 0,2% angezogen. Es Seien 11,64 Mio. Tonnen erreicht worden, 2019 erwartet die IKB gut 11,8 Mio. Tonnen. Der Verbrauch sei 2018 ebenfalls um 0,2% auf 11,7 Mio. Tonnen gestiegen, wobei die USA und Japan leichte Rückgänge hätten hinnehmen mussten. Dagegen sei der Einsatz in Europa stabil geblieben. Für 2019 erwartet die IKB einen kleinen Verbrauchsanstieg auf 11,8 Mio. Tonnen. Neben neuen Anwendungen wie Energiespeicherung bestimme auch weiter die Nachfrage aus der Batterieproduktion den Bedarf. Insgesamt geht die IKB davon aus, dass der Markt 2019 weitgehend balanciert abschließen werde. Daher sieht sie den Bleipreis bis Mitte 2019 eine Bewegung um 2.200 US-$/t mit einer Bandbreite von 300 US-$ je Tonne.

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