Reffnet.ch geht in die zweite Phase

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Phase verlängert das Bundesamt für Umwelt die finanzielle Unterstützung des Netzwerks Ressourceneffizienz Reffnet.ch um weitere vier Jahre.
Recycling

Mehr als 500 Unternehmen hat das Netzwerk Ressourceneffizienz Reffnet.ch eigenen Angaben zufolge seit seiner Gründung vor vier Jahren dabei beraten, wie sie ihren Materialverbrauch und damit auch die Produktionskosten nachhaltig senken können. Rund 220 dieser Unternehmen haben konkrete Maßnahmen beschlossen oder diese bereits umgesetzt.

So habe beispielsweise die Saropack AG als Alternative zu den aus ökologischer Sicht problematischen PVC-Dehnfolien für die Verpackung von Früchten und Gemüsen eine Folie auf Basis von Polyethylen (PE) entwickelt, heißt es weiter. Basierend auf einer differenzierten Umweltanalyse, berechnete Reffnet-Expertin Bettina Kahlert, dass die Umweltbelastung der neuen PE-Verpackung, verglichen mit der herkömmlichen PVC-Verpackung, um mehr als 95 Prozent tiefer ausfällt. Wird zusätzlich die PE-Foliendicke verringert, ließen sich bei Verwendung einer Saropack-Verpackungsmaschine 59 Prozent Folienmaterial und 69 Prozent CO2-Emissionen einsparen. Pro Jahr sollen mindestens 50 Millionen dieser neuartigen Verpackungen die alten auf dem Markt ersetzen. Dadurch würden pro Jahr etwa 1000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.

Das Netzwerk Ressourceneffizienz Schweiz Reffnet.ch wurde vor vier Jahren als Auftrag des Bundesrates im Rahmen des Aktionsplans „Grüne Wirtschaft“ durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gestartet. Mehrere Organisationen und Institutionen schlossen sich mit finanzieller Unterstützung des Bundes zusammen mit dem Ziel, eine ressourcenschonende Wirtschaft zu fördern. Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Phase unterstützt das BAFU den Verein Reffnet.ch für weitere vier Jahre mit insgesamt rund 2,6 Millionen Franken. Davon profitieren vor allem die interessierten Firmen von einer vergünstigten Beratung. Der Fokus liegt verstärkt auf messbaren und relevanten Umweltwirkungen der umgesetzten Massnahmen und auf der Vergrösserung des Netzwerks. Damit will Reffnet.ch zusammen mit engagierten Unternehmen weiterhin einen wichtigen Beitrag an die globalen Nachhaltigkeitsziele sowie die Klimaziele des Pariser Abkommens leisten.

Über 30 Reffnet-Experten mit branchenspezifischen Fachkenntnissen unterstützen Unternehmen beim Erkennen von Effizienzpotenzialen und beim Definieren konkreter Massnahmen von der Prozessoptimierung bis zur Entwicklung neuer Produkte nach Ökodesign-Kriterien.

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