Legierungsmetalle mit höherer Nachfrage

Sowohl für Nickel als auch für Ferrochrom und Molybdän sieht die Deutsche Industriebank (IKB) in den kommenden Monaten einen höheren Verbrauch.

Der starke Anstieg der Rostfrei-Produktion in der ersten Jahreshälfte dürfe 2018 bei Nickel einen Verbrauchszuwachs auf 2,35 Millionen Tonnen und 2019 auf 2,45 Millionen Tonnen induzieren. Zudem prognostiziert die IKB eine höhere Nickelproduktion von 2,2 Millionen Tonnen in diesem und 2,4 Millionen Tonnen im nächsten Jahr. Dies führe zu Angebotsdefiziten von 150.000 Tonnen (2018) bzw. 50.000 Tonnen (2019), welche aus den derzeitigen Nickelvorräten noch darstellbar seien. Der Abbau der Nickel-Lagerbestände an der LME sei auf knapp 214.000 Tonnen Ende November 2018 weitergegangen. Zudem befänden sich nur noch 15.000 Tonnen an der SHFE. Der höhere Bedarf resultiere primär aus der Produktion von rostfreiem Stahl sowie zukünftig auch aus dem Einsatz in Nickel-Ionen-Batterien. Die anziehende indonesische Rostfrei-Produktion könnte die dortigen Ausfuhren von NPI-Erzen (Nickel Pig Iron) vermindern, was vor allem chinesische Verarbeiter treffen würde. Die IKB sieht den Nickelpreis bis Ende März 2019 in einem Band von 3.000 US-$ um 13.000 US-$/t.

Im Zuge der Ausweitung der globalen Rostfrei- Produktion steige auch der Bedarf an Ferrochrom. Im ersten Halbjahr 2018 habe die weltweite Produktion von Ferrochrom zwar um 10 % über dem Niveau von 2017 gelegen, zuletzt sei es jedoch zu kräftigen Produktionsrückgängen (u.a. Indien und China) gekommen. In Südafrika hätten Energieprobleme den Minenoutput gedrückt. Im vierten Quartal 2018 sei der europäische FeCr-Benchmarkpreis jedoch nochmals rückläufig gewesen: Er sank auf 1,24 US-$/lb und damit um 14 ct unter das Niveau des Vorquartals. Die IKB sieht den Ferrochrompreis bis Ende des ersten Quartals 2019 in einer Bewegung um 11,00 US-$/kg Reinchromgehalt. Allerdings wird einen höheren Benchmark-Preis für Q1 2019 erwartet.

Nachdem 2017 einen Anstieg der globalen Molybdänproduktion von rund 4 % gebracht habe, wird für 2018 ein weiterer Zuwachs von 3 % erwartet. Allerdings lege auch die globale Molybdännachfrage zu. Im ersten Halbjahr hätte der Markt ein Angebotsdefizit verbucht. Hauptabnehmer seien die Rostfrei-Produktion, Eisenguss und Super-Alloys. Das aktuelle Jahr bringe zudem eine anziehende Investitions-tätigkeit in der Öl- und Gasexploration, die ein Sechstel des Verbrauchs abnehme. China versuche, höhere Umweltstandards im Bergbau durchzusetzen. Obwohl sich etliche Nachfrager mit längerfristigen Kontrakten zurückhielten, könne der Markt 2018 mit einem Angebotsdefizit schließen. Vorerst sieht die IKB bis Ende März 2019 den Ferromolybdänpreis bei rund 28,00 US-$/kg mit einer Bandbreite von 5,00 US-$ je kg.

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