Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) gewinnt Eurocities Award

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) ist im November für die Zusammenarbeit mit zahlreichen Sozialprojekten in seinem Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 mit dem „Eurocities Award“ in der Sparte „Kooperation“ ausgezeichnet worden.
Abfallwirtschaftsbetrieb München

Eurocities ist ein Netzwerk größerer europäischer Städte zur Zusammenarbeit und zum Informationsaustausch über kommunalplanerische Angelegenheiten. Jedes Jahr wird ein Preis für das jeweilige Jahresmotto vergeben in den Kategorien: Kooperation, Partizipation und Innovation. Das Motto 2017 lautete „Kreislaufwirtschaft“.

Der AWM hatte sich für diesen Preis mit dem Gebrauchtwarenkaufhaus „Halle 2“ beworben:
Dort verkauft der AWM zu günstigen Preisen gut erhaltene Gegenstände, die die Münchnerinnen und Münchnern an den 12 Wertstoffhöfen im Stadtgebiet abgegeben haben und vermeidet so pro Jahr rund 1.000 Tonnen Abfall.

Dabei setzt er bei allem, was bei der Vorbereitung zur Wiederverwendung zu tun ist, auf Kooperationen: Sicherheits-, Funktionstests und Reparaturen werden von sozialen Institutionen übernommen, die ehemaligen langzeitarbeitslosen Menschen die Chance zur Wiedereingliederung ins Berufsleben bieten. Diese Einrichtungen prüfen IT-, Kommunikations- und elektrische Haushaltsgeräte, die dann in der Halle 2 neue Besitzer finden. Auch reparaturbedürftige Fahrräder, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Trockner werden von den Sozialbetrieben wieder auf Vordermann gebracht.

Die Halle 2 bietet auf rund 800 qm Verkaufsfläche ein breit gefächertes Warensortiment: Fahrräder, Skier, Golf- und Tennisschläger, Musikinstrumente, Elektro-Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Spielzeug und Kinderartikel, Haushaltswaren, Unterhaltungselektronik und IT, Schallplatten, DVDs; CDs, Bücher, Schmuck, Uhren, Spiegel, Bilder und Gemälde, Möbel und Leuchten, Gartengeräte, Koffer, Taschen und vieles mehr. Auch exklusive Einzelstücke, Materialien für Künstler und Bastler, Kurioses und Liebhaberstücke sind in dem bunten Angebot enthalten, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AWM kontinuierlich neu auffüllen.

Doch damit nicht genug: „Die Halle 2 soll mehr sein, als „nur“ ein Verkaufsraum“, erklärt Bettina Folger, Projektleiterin der Halle 2. „Sie soll ein Partner für nachhaltige Lebensstile sein“. Aus diesem Grund bietet die Halle 2 auch ein Forum und Lernfeld für Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel der Universität Augsburg, die aktuell ein Projekt durchführt, um die Wiederverwendung zu steigern, oder die Munich Business School, deren Studenten kürzlich eine Umfrage zur Halle 2 durchgeführt haben.

Neben Repair-Cafés bietet der AWM die Halle 2 auch Schulen als Plattform an: im November
stellte die Schwabinger Rudolf-Steiner-Schule hier ihre eigene Schüler-Reparatur-Werkstatt vor. Dabei griffen die Schüler selbst zu Werkzeug und Schraubenzieher und reparierten Gegenstände, die nicht mehr ganz einwandfrei funktionierten.
„Wir freuen uns sehr, solch junge Initiativen zu unterstützen, um die nachfolgenden Generationen schon frühzeitig dafür zu sensibilisieren, Abfall so weit wie möglich zu vermeiden“, sagt Michaela Jüngling, Kommissarische Zweite Werkleiterin des AWM. Schraubenzieher statt Abfalltonne, so laute die Devise, um der Wegwerfmentalität und unnötigem Konsumverhalten entgegen zu wirken. „Eines der Ziele des AWM ist es, gerade die jüngeren Zielgruppen wieder auf den Wert der Dinge aufmerksam zu machen, ihnen den Spaß am Reparieren zu vermitteln und sorgsam mit Ressourcen, Umwelt und Geld umzugehen“, betont Jüngling.

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