Henkel geht Partnerschaft mit Plastic Bank ein

Im Rahmen der Partnerschaft sollen Plastik-Sammelcenter in Haiti errichtet werden. Die lokale Bevölkerung soll dort gesammelten Plastikabfall abgeben und gegen Geld oder Sozialleistungen eintauschen können. Zudem will Henkel das recycelte Plastik künftig in seinen eigenen Produktverpackungen einsetzen.
Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM), pixelio.de

Die 2013 von David Katz gegründete Plastic Bank will weltweit eine Milliarde Menschen animieren, aus Abfall einen Wert zu schaffen. So soll die Lebenssituation von Menschen in Armut verbessert werden, vor allem in Ländern, in denen es keine ausreichende Abfallwirtschaft-Infrastruktur gibt.

„Wir sind davon überzeugt, dass unser Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit wichtiger ist als je zuvor“, sagt Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Councils von Henkel. „Gemeinsam mit Plastic Bank möchten wir dazu beitragen, dass weniger Plastikabfall aus Haiti in die Ozeane gelangt, und gleichzeitig das Leben vieler Menschen in Armut verbessern. Es ist uns wichtig, auch das Bewusstsein unserer Verbraucher für Plastikabfall weiter zu erhöhen. Deswegen spielen führende Konsumentenmarken von Henkel bei der Partnerschaft eine wichtige Rolle.“

Die Partnerschaft wird von der Marke Schwarzkopf aus dem Bereich Beauty Care sowie von führenden Marken des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care getragen. Zunächst konzentriere sich die Zusammenarbeit auf Haiti; hier bestehe aufgrund der fehlenden Infrastruktur für Abfallwirtschaft großes Potenzial.

So soll das System funktionieren: Die lokale Bevölkerung soll im Austausch gegen das gesammelte Plastik Geld, Sachspenden oder Sozialleistungen erhalten. Der Plastikabfall soll sortiert und verarbeitet werden und dann der Wertschöpfungskette als Social Plastic wieder zugeführt werden.

„Wir freuen uns, die Partnerschaft mit Henkel und seinen Konsumentenmarken bekanntzugeben“, so David Katz, Gründer und CEO von Plastic Bank. „Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das eine führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit einnimmt, ermöglicht uns, noch mehr Menschen mit unserer Lösung zu erreichen und einen noch größeren, positiven Einfluss auf die Umwelt zu haben. Gemeinsam können wir Ozean-Plastik stoppen – indem wir Abfall zu einer Währung machen und gleichzeitig neue Chancen für Menschen in Armut schaffen.“

Die Kooperation mit Plastic Bank baut auf zahlreichen Aktivitäten von Henkel rund um nachhaltige Verpackungen und Recycling auf. Im Jahr 2016 hat Henkel recyceltes Plastik in den Verpackungen von rund 1,3 Milliarden Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetikprodukten weltweit eingesetzt. Beim Einsatz für nachhaltige Verpackungen folgt Henkel drei Grundsätzen: Verpackungsmaterial reduzieren und verbessern sowie eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen. „Plastic Bank bietet eine einzigartige Lösung für das Problem des Ozean-Plastiks, weil sie den Abfall direkt an der Quelle bekämpft und weltweit skalierbar ist“, sagt Thomas Müller-Kirschbaum, Leiter der globalen Forschung und Entwicklung im Henkel-Unternehmensbereich Laundry & Home Care. „Im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel verknüpfen wir die Partnerschaft mit Plastic Bank mit den Marken Pril, Sidolin und Biff. Das ist eine hervorragende Ergänzung zu unserem bestehenden Engagement, da wir hier einen starken Fokus auf den gesellschaftlichen Fortschritt legen.“

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