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Mineralöl in Lebensmittelverpackungen: Werden alarmierende Studienergebnisse verschwiegen?

Einer Studie des Bundesverbraucherministeriums zufolge sind die Gesundheitsgefahren durch Lebensmittelverpackungen aus Altpapier weitaus größer als bisher bekannt. Darauf weist die Verbraucherorganisation foodwatch hin. Ministerin Ilse Aigner würde der Öffentlichkeit die Ergebnisse über Schadstoffe in Recyclingkartons verschweigen.
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Das Forschungsprojekts über Schadstoffe in Recyclingkartons sei bereits vor sechs Monaten abgeschlossenen worden, sagt foodwatch. Die vom Ministerium beauftragten Wissenschaftler hätten hohe Mengen krebsverdächtiger Mineralölbestandteile, wie sie die Stiftung Warentest in Schokolade aus Adventskalendern gemessen hab, auch in vielen anderen Lebensmitteln festgestellt. Unter anderem in Reis, Gries, Backmischungen oder Frühstückscerealien.

Neben Mineralöl könne zudem eine „enorme Zahl“ anderer, potenziell gefährlicher Stoffe aus dem Recyclingpapier auf die Produkte übergehen, heißt es in der Aigner-Studie. Die Forscher hätten mehr als 250 Substanzen identifiziert, die aus den Kartons in die Lebensmittel übergehen könnten, darunter krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Klebstoffe, Weichmacher und Photoinitiatoren. Viele Stoffe hätten zudem noch nicht bestimmt und auf ihre Risiken hin überprüft werden können.

Der 204 Seiten umfassende Abschlussbericht der Studie ist laut foodwatch nur auf einer versteckten Internetseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung publiziert worden. In der Reaktion auf den Adventskalender-Test der Stiftung Warentest sei die Ministerin nicht auf die alarmierenden Ergebnisse ihrer eigenen Untersuchung eingegangen.

Quelle: foodwatch, mku

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