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Gipsrecycling-Anlage in Bayern genehmigt

Knauf und die BSR Bodensanierung Recycling GmbH haben die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für eine neue Gipsrecycling-Anlage in Bayern erhalten. Das Gemeinschaftsunternehmen plant den Bau der Anlage im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Die Investition soll den Aufbau eines regionalen Rohstoffnetzwerks für die Baustoffindustrie unterstützen.
Gipsrecycling-Anlage Bayern
Copyright: Erstellt mit ChatGPT
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Die Genehmigung umfasst die Recyclinghalle, Lager- und Umschlagsflächen sowie Verkehrs- und Zufahrtsbereiche. Das Projekt erstreckt sich über rund 10.000 Quadratmeter. Noch im Sommer sollen die Erdarbeiten beginnen. Anschließend folgt der Bau der Halle.

Inbetriebnahme ab 2027 geplant

Nach aktuellem Planungsstand startet ab Spätherbst die Montage der Recyclingtechnik. Ab 2027 sollen in der Anlage gipsbasierte Materialien aus Rückbau- und Sanierungsprojekten sowie geeignete Produktionsreste aufbereitet werden. Der gewonnene Recyclinggips soll anschließend wieder in industrielle Produktionsprozesse zurückgeführt werden.

Die Anlage ist auf eine Kapazität von bis zu 90.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Der aufbereitete Gips wird künftig an die etwa 50 Kilometer entfernten Knauf-Standorte geliefert und dort für die Herstellung von Gipskartonplatten genutzt.

Kurze Transportwege sollen den Rohstoffkreislauf effizienter gestalten und gleichzeitig den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren.

Regionales Rohstoffnetzwerk geplant

Knauf setzt nach eigenen Angaben auf die Kombination aus Naturgipsgewinnung und Gipsrecycling. Ziel ist ein regionales Rohstoffnetzwerk mit kurzen Transportwegen. Das Unternehmen plant ähnliche Strukturen auch an weiteren europäischen Standorten. Zudem prüft Knauf zusätzliche Projekte in Deutschland.

Martin Brown, Geschäftsführer der Knauf Recycling Holding und verantwortlich für das Supply Chain Management EMEA, bezeichnete die Rohstoffsicherung als zentrales Thema für die Baustoffindustrie und den Industriestandort Deutschland. Recyclinggips solle dazu beitragen, die Versorgung langfristig stabiler aufzustellen.

Auch BSR sieht in dem Projekt einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Geschäftsführer Maximilian Hammer verwies auf die Zusammenarbeit mit Behörden und Fachstellen während des Genehmigungsverfahrens.

Rückgang von REA-Gips erhöht Druck

Hintergrund des Projekts ist der sinkende Anteil von REA-Gips aus Kohlekraftwerken. Durch den Rückgang der Kohleverstromung stehen der Industrie zunehmend geringere Mengen dieses Rohstoffs zur Verfügung. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Gips für Wohnungsbau, energetische Sanierungen und Infrastrukturprojekte hoch.

Der jährliche Rohstoffbedarf der gipsverarbeitenden Industrie in Deutschland liegt nach Unternehmensangaben bei rund neun bis zehn Millionen Tonnen. Dem stehen weniger als 600.000 Tonnen Gipsabfälle aus Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen gegenüber. Nur ein Teil davon eignet sich für hochwertiges Recycling.

Quelle: Knauf
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