Die Planung umfasst die Erhöhung des Deponievolumens, die Errichtung eines zusätzlichen Abschnitts für DK-II-Abfälle sowie die Erweiterung des Abfallartenkatalogs um gefährliche mineralische Abfälle. Das genehmigte Verfüllvolumen steigt um 2,4 Millionen Kubikmeter auf insgesamt 6,8 Millionen Kubikmeter. Davon entfallen rund 3,5 Millionen Kubikmeter auf DK-I-Abfälle und 3,3 Millionen Kubikmeter auf DK-II-Abfälle.
Bei einer gleichbleibenden jährlichen Anlieferungsmenge von etwa 300.000 Tonnen verlängert sich die Laufzeit der Deponie bis voraussichtlich 2057. Gegenüber der bisherigen Planung entspricht dies einer Verlängerung um rund 13 Jahre.
Ausbau im laufenden Betrieb
Die Deponie Haus Forst dient seit 2020 als DK-I-Deponie für nicht gefährliche mineralische Abfälle. Grundlage war ein Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2018. Bereits 2016 hatte die REMEX GmbH die Wiederinbetriebnahme des Standorts mit einem Ablagerungsvolumen von rund 4,4 Millionen Kubikmetern beantragt. Bislang wurden etwa 1,0 Millionen Kubikmeter Abfälle eingelagert.
Zur Weiterentwicklung des Standorts reichte das Unternehmen im Mai 2023 einen neuen Antrag auf Planfeststellung bei der Bezirksregierung Köln ein. Die jetzt genehmigten Erweiterungsbereiche sollen während des laufenden Betriebs erschlossen werden.
Für die neuen Deponieabschnitte setzt die REMEX GmbH erneut auf das Konzept „Deponie auf Deponie“. Das erweiterte Annahmespektrum für mineralische Abfälle soll insbesondere Unternehmen aus Bauwirtschaft, Industrie und Gewerbe zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten bieten.
Bedeutung für die Entsorgungsinfrastruktur
Mit der Erweiterung der Deponie Haus Forst baut die Unternehmensgruppe ihre Entsorgungsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen aus. Der Standort in Kerpen liegt in unmittelbarer Nähe zu den Benelux-Staaten und besitzt damit auch Bedeutung für grenzüberschreitende Stoffströme im Bereich mineralischer Abfälle.







