Verarbeitung ausgedienter Tonerkartuschen
Die Sammlung und Aufbereitung erfolgen über eine spezialisierte Recyclinglinie in Malle, Belgien. Dort werden ausgediente Tonerkartuschen mechanisch behandelt, in ihre Materialfraktionen getrennt und die Kunststoffanteile gereinigt. Das zurückgewonnene HIPS wird anschließend mit einem Compoundierpartner so aufbereitet, dass es die technischen Anforderungen für den Einsatz in der Produktion erfüllt.
Die Anlage basiert auf einer seit 2012 entwickelten Technologie und ist auf die Verarbeitung von Imaging-Verbrauchsmaterialien ausgelegt. Sie ermöglicht die Rückgewinnung von Kunststoffen aus komplexen Abfallströmen und deren Wiedereinsatz in industriellen Anwendungen.
Materialqualität für Hightech-Anwendungen
Das recycelte HIPS-Granulat wird so verarbeitet, dass es definierte mechanische und qualitative Spezifikationen erfüllt. Dadurch kann es in der Produktion von Tonerkartuschen eingesetzt werden, ohne die funktionalen Anforderungen zu beeinträchtigen. Die kontinuierliche Materialqualität ist eine Voraussetzung für den Einsatz in der Serienfertigung.
Beitrag zur Emissionsminderung
Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde der Einsatz von recyceltem HIPS auch hinsichtlich seiner Klimawirkung bewertet. Während die Herstellung von neuem HIPS mit Emissionen von rund 3.200 Kilogramm CO₂ pro Tonne verbunden ist, liegt dieser Wert für recyceltes Material deutlich niedriger. Durch die Integration von mehr als 150 Tonnen recyceltem Kunststoff konnten über 500 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart werden. Zudem wurde der CO₂-Fußabdruck der produzierten Kartuschen messbar reduziert.
Bedeutung für die europäische Kreislaufwirtschaft
Die Initiative zeigt, wie industrielle Kooperationen zwischen Herstellern und Recyclingunternehmen zur Schließung von Materialkreisläufen beitragen können. Insbesondere bei technisch anspruchsvollen Kunststoffen aus Elektronik- und Imaging-Anwendungen entsteht so eine Alternative zur Nutzung von Primärrohstoffen. Das Projekt unterstützt damit zentrale Ziele der europäischen Kreislaufwirtschaft, darunter Ressourceneffizienz und die Reduktion von Kunststoffabfällen.







