Die Versorgungslage ist zwar aktuell noch gut, aber es besteht die Sorge, dass es erneut zu massiven Störungen in den Lieferketten kommen könnte.
Kupfer lag in den letzten Tagen wieder deutlich über der 13.000-US-Dollar-Marke, zuletzt wurde das rote Metall mit 13.285 bis 13.290 US-Dollar bewertet. Die Vorräte in en LME-Lagerhäusern wurden mit 257.675 Tonnen angegeben, die globalen Bestände dürften aber, so Analysten, bei rund 1 Millionen Tonnen liegen. Die kupferverarbeitende Industrie scheint aktuell gut versorgt zu sein, das Angebot an verfügbaren Schrotten ist weiterhin hoch. Sorge bereiten die hohen Preise, denn sowohl Handel als auch Industrie spüren die stark angestiegenen Finanzierungskosten. Einige Händler beklagen inzwischen, dass manche Verarbeiter ihre Zahlungsziele ausweiten und somit die Finanzierungskosten auf den Handel abwälzen. Marktbeobachter schätzen, dass die Kupfernotierungen durchaus weiter ansteigen könnten, denn zum einen sei die Gefahr von Lieferschwierigkeiten real, zum anderen diene Kupfer immer mehr als Spekulationsobjekt von Anlagefonds. Andere Analysten sehen derzeit eine „undurchsichtige Gemengelage“, deren Auswirkung auf das Marktgeschehen kaum einzuschätzen sei.
Blanker Kupferdrahtschrott (Kabul) erlöste zuletzt um 10.550 Euro. Die gehäckselten Kupferdrahtschrotte wurden in der ersten Qualität (Kasus) um 10. 600 Euro gehandelt und in der zweiten Qualität (Katze) mit 10.150 Euro. Auch die nicht legierten Kupferdrahtschrotte blieben auf hohem Niveau. Die erste Qualität (Kader) erlöste 9.850 Euro, die zweite Qualität (Kanal) 9.750 Euro. Schwerkupferschrott (Keule) wurde um 9.600 Euro gehandelt.
Die Aluminiumnotierungen an der Londoner Metallbörse (LME) lagen zuletzt auf Dreimonatsbasis bei 3.232 bis 3.233 US-Dollar, Aluminium Alloy notierte mit 2.569 bis 2.579 US-Dollar. Die sichtbaren Bestände in den lizensierten Lagerhäusern der LME lagen bei 463.550 Tonnen HG-Aluminium und 1.500 Tonnen Legierungen.
Anders als bei Kupfer scheint das Angebot von Aluminiumschrotten enger zu werden, hier gehen die Aussagen allerdings auseinander. Während einige Schmelzwerke auf eine höhere Nachfrage bei knapper Schrottversorgung hinweisen, beklagen manche Händler immer noch zu hohe Schrottbestände. Analysten sehen, insbesondere nach dem Ende des chinesischen Neujahresfestes zwar auch eine höhere Schrottnachfrage, bewerten das verfügbare Angebot aber als absolut ausreichend. Das Problem für die Abnehmer seien eher die hohen Schrottpreise, betonen Marktbeobachter. Auf den Schrottmärkten erzielte Neuer Alu-Legierungsschrott kupferarm (Angel) zuletzt rund 1.850 Euro, die Preise für Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) lagen bei 2.600 Euro. Aluminiumprofilschrott (Alter) erzielte ebenfalls bis zu 2.600 Euro, Aluminiumspäne (Autor) wurden mit 1.250 Euro gehandelt.







