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Europäisches Projekt für Graphitrecycling

Die H.C. Starck Tungsten GmbH beteiligt sich als Projektpartner an der Initiative USE-G zur Entwicklung eines europäischen Graphitverarbeitungs- und Recyclingkonzepts für die Batterieindustrie.
Europäisches Projekt für Graphitrecycling
In diesem Gebäude entwickelte das Innovationsteam von H.C. Starck Tungsten unter anderem den Prozess zum Schwarzmasserecycling Copyright: H.C. Starck Tungsten
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Das auf drei Jahre angelegte Forschungs- und Entwicklungsprogramm wird von der Northern Graphite Corporation koordiniert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Weitere Partner sind die Rain Carbon Germany GmbH sowie die Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Ziel von USE-G ist die Entwicklung von Technologien zur Verarbeitung von Natur- und Recyclinggraphit, die einen geringeren Energieeinsatz erfordern und ohne bestehende außereuropäische Abhängigkeiten auskommen. Der Schwerpunkt liegt auf der Schließung bislang ungenutzter Stoffkreisläufe, insbesondere im Batterierecycling. Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 1,7 Millionen Euro, von denen 1,14 Millionen Euro aus öffentlichen Fördermitteln stammen.

Graphit ist ein zentraler Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien und macht einen wesentlichen Anteil des aktiven Anodenmaterials aus. In Europa fehlen bislang weitgehend eigene Verfahren zur Reinigung, Beschichtung und Formgebung von batterietauglichem Graphit, sodass entsprechende Prozessschritte überwiegend außerhalb Europas erfolgen. USE-G setzt hier an und verfolgt den Aufbau eines vollständig europäischen Verarbeitungswegs. Dieser umfasst die chemische Reinigung von Naturgraphit ohne den Einsatz von Flusssäure, neue Ansätze für Beschichtungsmaterialien sowie die Rückgewinnung von Graphit aus der beim Batterierecycling anfallenden Schwarzmasse.

Northern Graphite stellt für das Projekt zertifizierten Naturgraphit aus eigenen Lagerstätten zur Verfügung und übernimmt in Deutschland die mechanische Aufbereitung sowie die abschließende Prüfung der Materialien in Batterietests. Parallel dazu bringt H.C. Starck Tungsten ein Verfahren zur Rückgewinnung von Graphit aus gebrauchter Schwarzmasse ein. Der Ansatz ermöglicht es, Graphitfraktionen, die in konventionellen Recyclingprozessen bislang nicht genutzt werden, aufzubereiten und erneut in industrielle Lieferketten einzubinden.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena verantwortet die Entwicklung eines Reinigungsverfahrens auf Chlorbasis, das im Vergleich zu etablierten Verfahren mit Flusssäure geringere Umweltbelastungen und einen niedrigeren Energiebedarf aufweist. Obwohl chlorbasierte Prozesse in anderen Anwendungsfeldern bekannt sind, liegt bislang keine systematische Bewertung für natürliche und recycelte Graphitströme vor. Diese Lücke soll im Rahmen von USE-G geschlossen werden.

Quelle: H.C. Starck Tungsten GmbH
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