Laut Recycling Europe trägt das Recycling von Elektroschrott bereits zum Klimaschutz und zum Ressourcenschutz bei. Allerdings werden derzeit nur etwa 40 % der Elektroaltgeräte als recycelt gemeldet. Die Recyclingraten für Kunststoffe aus Elektroaltgeräten werden auf etwa 20 % geschätzt. Auch die Sammlungsniveaus liegen weiterhin unter dem EU-Sammelziel von 65 %, was zum Verlust sekundärer Rohstoffe führt und den Fortschritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft einschränkt.
Recycling Europe identifiziert weitere Herausforderungen für die WEEE-Recyclingindustrie, darunter unzureichende Nachfrage nach recycelten Materialien, Verzögerungen bei der Umsetzung von Ecodesign-Anforderungen sowie Sicherheits- und Finanzrisiken im Zusammenhang mit Lithiumbatterien. Der Fahrplan weist außerdem auf regulatorische und handelspolitische Hürden hin, die effizientes Recycling im EU-Binnenmarkt einschränken.
Die Veröffentlichung skizziert sechs vorrangige Maßnahmen zur Stärkung des WEEE-Recyclings. Dazu gehören eine verbesserte Sammlung von Elektroschrott, die Möglichkeit des intraeuropäischen Handels unter fairen Bedingungen, die Stärkung der Ökodesign-Anforderungen und des Digital Product Pass, die Beseitigung von Markt- und regulatorischen Hürden, die Sicherstellung effektiver und transparenter Systeme der erweiterten Produzentenverantwortung (EPR) sowie die Vorbereitung des Recyclingsektors auf zukünftige technologische und marktwirtschaftliche Entwicklungen.
Recycling Europe verknüpft die vorgeschlagenen Maßnahmen mit bevorstehenden EU-Gesetzgebungsprozessen, einschließlich der Überarbeitung der WEEE-Richtlinie und des Gesetzes zur geplanten Kreislaufwirtschaft. Die Organisation fordert regulatorische Bedingungen, die die Recyclingkapazitäten von WEEE, den Einsatz von recycelten Materialien und die Rückgewinnung kritischer und strategischer Rohstoffe unterstützen.







