Ziel der Zusammenarbeit ist es, Gipsabfälle aufzubereiten und als Sekundärrohstoff für die Baustoffproduktion bereitzustellen. Damit soll der Einsatz von Naturgips reduziert und die Rohstoffversorgung für die Produktion in Frankreich langfristig abgesichert werden.
Das Joint Venture beteiligt sich an einem Gipsrecyclingwerk, das derzeit in Auneuil im Département Oise gebaut wird. Die Inbetriebnahme ist für das Ende des ersten Halbjahres 2026 vorgesehen. Die Anlage wurde von Ritleng entwickelt und ist auf die Aufbereitung großer Mengen französischer Gipsabfälle ausgelegt. Nach Angaben von Ritleng kann die Gruppe damit perspektivisch einen erheblichen Anteil des nationalen Aufkommens an Gipsabfällen verarbeiten.
Nach Abschluss der Anlaufphase soll der Standort Auneuil unter anderem das Knauf-Werk in Saint-Soupplets im Département Seine-et-Marne mit Recyclinggips versorgen. Der Einsatz von Recyclinggips unterstützt die Substitution primärer Rohstoffe und stärkt die Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Gleichzeitig kann die regionale Bereitstellung des Sekundärrohstoffs dazu beitragen, transportbedingte Emissionen im Vergleich zu weiter entfernten Bezugsquellen zu verringern.
Neben dem Projekt in Auneuil prüfen die Partner weitere Vorhaben. Dazu zählen mögliche Kapazitätserweiterungen in Frankreich sowie zusätzliche Standorte in anderen Ländern. Die Unternehmen sehen darin einen Ansatz, die Verfügbarkeit von Recyclinggips auszubauen und den Einsatz recycelter Baustoffe in industriellen Anwendungen zu erhöhen.







