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Umsatzrückgang bei technischen Kunststoffprodukten

TecPart hat die Marktdaten der Kunststoffverarbeitung für das Jahr 2025 veröffentlicht. Nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr setzte sich die negative Entwicklung fort, wenn auch abgeschwächt. Der Gesamtumsatz der Branche sank um 0,9 Prozent auf 69 Milliarden Euro.
Technische Kunststoffprodukte Umsatzrückgang
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Besonders betroffen waren technische Kunststoffprodukte. In diesem Segment ging der Umsatz um 2,4 Prozent zurück, was einem Rückgang von rund einer halben Milliarde Euro entspricht. Trotz dieser Entwicklung bleibt das Segment das beschäftigungsstärkste innerhalb der Kunststoffverarbeitung.

Branchenentwicklung 2025

Die kunststoffverarbeitende Industrie verzeichnete 2025 erneut sinkende Umsätze und Produktionsmengen. Lediglich das Bausegment entwickelte sich leicht positiv mit einem Umsatzanstieg von 0,5 Prozent. Insgesamt reduzierte sich der Branchenumsatz um rund 0,65 Milliarden Euro.

Die wirtschaftliche Lage wirkte sich deutlich auf die Ertragslage aus. Nur ein geringer Anteil der Unternehmen konnte Gewinne steigern, während mehr als die Hälfte ihre Ergebnisse stabil hielt, teilweise durch Kostenanpassungen. Parallel dazu kam es zu einem Rückgang der Beschäftigung. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,6 Prozent auf etwa 305.000.

Auch die Zahl der Betriebe ging zurück. Unternehmen stellten ihre Tätigkeit ein oder verlagerten Schwerpunkte, sodass die Anzahl der Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten um 2,7 Prozent auf 2.864 sank.

Die eingesetzte Rezyklatmenge stieg leicht um ein Prozent. Die Rezyklatquote erhöhte sich entsprechend marginal von 19,5 auf 19,7 Prozent.

Kernmärkte unter Druck

Die Nachfrageentwicklung in zentralen Abnehmerbranchen blieb verhalten. In der Automobilindustrie zeigten Indikatoren wie Auftrags- und Produktionsindizes erste Anzeichen einer Stabilisierung, jedoch ohne durchgreifende Nachfrageimpulse.

In der Elektro- und Elektronikindustrie sowie im Maschinenbau überwogen vorsichtige Erwartungen einer Verbesserung, während die aktuelle Lage weiterhin zurückhaltend bewertet wurde. Die chemische Industrie als Basissektor blieb durch hohe Energiekosten, geringe Auslastung und sinkende Preise belastet.

Zusätzliche Unsicherheiten ergaben sich durch geopolitische Entwicklungen, die zu Schwankungen bei Materialverfügbarkeiten und Preisen führten. Dies belastete die Erholung in den Abnehmerbranchen der technischen Kunststoffprodukte.

Ausblick 2026

Für das Jahr 2026 deuten konjunkturelle Kennzahlen auf eine Stabilisierung hin. Eine deutliche Belebung wird jedoch kurzfristig nicht erwartet. Die Stimmung in der Branche hat sich leicht verbessert, bleibt jedoch auf niedrigem Niveau.

Unternehmen berichten vereinzelt von steigender Nachfrage und besserer Auslastung, gleichzeitig bestehen weiterhin freie Kapazitäten. Der Auftragsbestand bleibt seit längerer Zeit auf einem Niveau, das größere Investitionen hemmt.

Die Erwartungen für Umsätze und Investitionen sind überwiegend stabil. Ein Großteil der Unternehmen rechnet mit gleichbleibenden oder leicht steigenden Umsätzen. Auch bei Investitionen und Beschäftigung überwiegt die Erwartung einer konstanten Entwicklung.

Steigende Preise für Primärkunststoffe könnten die Nachfrageentwicklung zusätzlich beeinflussen. Gleichzeitig kann sich dadurch die Wettbewerbsfähigkeit von Rezyklaten verbessern, insbesondere für Hersteller von Compounds und Recyclingmaterialien.

Rahmenbedingungen für Kreislaufwirtschaft

Die weitere Entwicklung der Kreislaufwirtschaft im Kunststoffbereich hängt maßgeblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Insbesondere Investitionen in Recyclingfähigkeit und den Einsatz von Rezyklaten erfordern Planungssicherheit sowie wettbewerbsfähige Kostenstrukturen.

Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen in Bereichen wie Fahrzeugbau sowie Elektro- und Elektronikprodukten bleibt die Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Ansätze eng mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kunststoffverarbeitung verknüpft.

Quelle: TecPart
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