Demnach reduziert der Einsatz von aufbereitetem Stahlschrott in der Stahlproduktion die Kosten für Rohstoffe und Umweltbelastungen um rund 6,2 Milliarden Euro pro Jahr. Auf europäischer Ebene ergibt sich ein jährliches Einsparpotenzial von etwa 28 Milliarden Euro.
Beschäftigung und Wertschöpfung stabilisiert
Die Stahlrecyclingbranche erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 14.700 Personen direkt. Unter Berücksichtigung indirekter Effekte sichert der Sektor rund 36.700 Arbeitsplätze. Die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung beträgt etwa 4,6 Milliarden Euro.
Relevanz für Industrie und Versorgung
Stahlrecycling ist ein zentraler Bestandteil der industriellen Produktion. Im Jahr 2024 basierten 46 Prozent der deutschen Stahlproduktion auf aufbereitetem Stahlschrott, in der Europäischen Union lag der Anteil bei 59 Prozent. Die Nutzung von Sekundärrohstoffen trägt zur Verringerung von Importabhängigkeiten bei und stabilisiert industrielle Lieferketten.
Regulatorische Hürden begrenzen Entwicklung
Die Studie identifiziert mehrere Hemmnisse für die Weiterentwicklung des Sektors. Dazu zählen langwierige Genehmigungsverfahren, hohe Energiekosten und Anforderungen an die Qualitätssicherung. Auch mögliche Exportbeschränkungen für Stahlschrott werden als kritisch bewertet, da sie negative ökonomische Effekte erwarten lassen. Statt regulatorischer Eingriffe werden marktorientierte Anreize für Qualität und Aufbereitung als geeigneter angesehen.
Zur Studie „Volkswirtschaftliche Bedeutung der Stahlschrottrecyclingwirtschaft“







