Reifen Draws ist seit 50 Jahren als Entsorgungsfachbetrieb tätig und betreut Kunden aus Reifenhandel, Autohäusern und Kfz-Betrieben in einem regionalen Einzugsgebiet. Das Unternehmen organisiert die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Altreifen.
Markt unter Druck
Die wirtschaftliche Lage in der Entsorgungsbranche bleibt angespannt. Das Geschäftsvolumen ist rückläufig, während sich die Nachfrage zunehmend auf Materialien mit geringerer Wertschöpfung verlagert. Gleichzeitig steigen die Betriebskosten, insbesondere durch höhere Kraftstoffpreise. Diese Entwicklung erschwert eine wirtschaftlich stabile und hochwertige Verwertung von Altreifen entlang der Wertschöpfungskette.
Politische Rahmenbedingungen im Wandel
Auf Landesebene gewinnt die Reifen-Kreislaufwirtschaft an Bedeutung. In Nordrhein-Westfalen wurde das Thema Altreifen in die Landeskreislaufwirtschaftsstrategie aufgenommen. Auf europäischer Ebene wird die Notwendigkeit betont, Recyclingmärkte zu stabilisieren und regulatorische Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Zunehmende Exportströme in Nicht-OECD-Länder unterstreichen die Bedeutung klarer Vorgaben und transparenter Stoffströme.
Digitalisierung in der Altreifenverwertung
Im Rahmen des Treffens wurden technologische Entwicklungen zur automatisierten Schadenerkennung und Sortierung von Reifen vorgestellt. Ein Pilotprojekt zur digitalen Analyse von Reifenschäden wird bereits umgesetzt. Ziel ist eine effizientere Prozesssteuerung und eine verbesserte Qualität der Verwertung in der Reifen-Kreislaufwirtschaft.
Branchenthemen 2026
Für das Jahr 2026 planen die ZARE-Partner gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung der Marktpräsenz. Dazu zählt die Beteiligung an der Fachmesse THE TIRE COLOGNE 2026. Darüber hinaus stehen die Weiterentwicklung von Ausschreibungsstandards, der Umgang mit rückläufigen Online-Anfragen sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. Ziel ist eine höhere Sichtbarkeit qualitätsgesicherter Entsorgungswege.
Neue Vorgaben für Stoffströme
Die neue Abfallverbringungsverordnung, die ab Mai 2026 gilt und ab 2027 verpflichtend wird, wird die internationalen Stoffströme im Bereich Altreifen beeinflussen. Unternehmen müssen sich auf zusätzliche organisatorische und dokumentarische Anforderungen einstellen. Die Branche bereitet sich darauf vor, diese Entwicklungen in relevanten Fachformaten zu begleiten.
Zusammenarbeit als zentraler Faktor
Das Partnertreffen verdeutlicht die Bedeutung abgestimmter Maßnahmen innerhalb der Branche. Die beteiligten Unternehmen arbeiten daran, die Reifen-Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln und bestehende Verwertungsstrukturen anzupassen. Ziel bleibt eine stabile Organisation von Stoffströmen sowie die Sicherung geeigneter Verwertungswege.







