Interzero betreibt im Kunststoffrecycling nach eigenen Angaben die größte Sortierkapazität Europas. Die Wartung der komplexen Anlagentechnik erfordert eine strukturierte Planung, Koordination und Dokumentation. Seit mehr als zwei Jahren setzt das Unternehmen hierfür die modular aufgebaute ESA App ein. Die Softwarelösung wurde speziell für das digitale Anlagenmanagement und die Prozessoptimierung in der Recyclingwirtschaft entwickelt. Sie umfasst unter anderem Module für Performance Monitoring, Wartungsmanagement, Anomalieerkennung, ein digitales Logbuch sowie eine zentrale Dokumentenablage.
Im Mittelpunkt steht bei Interzero das Wartungsmanagement. Sämtliche Wartungsvorgänge werden zentral in der Anwendung erfasst und bearbeitet. Die mobile Nutzung ermöglicht die direkte Dokumentation an der jeweiligen Maschine, einschließlich der Ergänzung von Bildmaterial. Für jede Anlage sind standardisierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen in mehreren Sprachen hinterlegt. Dadurch werden Wartungsabläufe vereinheitlicht und Fehlerquellen reduziert. Nach Unternehmensangaben wirkt sich dies positiv auf die Wartungsqualität und die Anlagenverfügbarkeit aus. Gleichzeitig sinkt der administrative Aufwand für Planung und Nachverfolgung von Instandhaltungsmaßnahmen.
Perspektivisch plant Interzero den Übergang von erfahrungsbasierten Wartungsintervallen zu einer datenbasierten Instandhaltung. Grundlage sollen die digital erfassten Wartungshistorien und automatisch generierte Betriebsdaten sein. Ziel ist eine zustandsorientierte Wartung, die sich an konkreten Anlagenparametern orientiert und ungeplante Stillstände weiter reduziert.
Als Pilotkunde war Interzero in die Entwicklung der ESA App eingebunden. In den betreffenden Anlagen werden sämtliche Module der Software eingesetzt, vom Performance Monitoring über die Anomalieerkennung bis zum Wartungsmanagement. Die Integration der verschiedenen Funktionen ermöglicht eine durchgängige Datennutzung von der Betriebsüberwachung bis zur Instandhaltung. Nach Angaben des Unternehmens verbessert dies die Transparenz über Anlagenzustände, Auslastung und Störgründe und unterstützt die kontinuierliche Optimierung der Prozessqualität im Kunststoffrecycling.







