Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Anstieg der globalen Rohölnachfrage um 1,38 Millionen Barrel pro Tag auf 106,52 Millionen Barrel pro Tag erwartet. Bei einer Fördermenge außerhalb der OPEC+ von 54,78 Millionen Barrel pro Tag ergibt sich daraus ein rechnerischer Bedarf von 42,97 Millionen Barrel pro Tag aus der OPEC+. Zusätzlich fließt eine Produktion von 8,77 Millionen Barrel pro Tag an Natural Gas Liquids in das Angebot ein. Nach den zuletzt beschlossenen Förderausweitungen lag die OPEC+-Produktion bei 42,83 Millionen Barrel pro Tag. Die veränderten politischen Rahmenbedingungen in Venezuela dürften kurzfristig weder zu einer spürbaren Ausweitung der Förderung noch zu nennenswerten Effekten auf das Preisniveau führen. Für den Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro wird zum Ende des ersten Quartals 2026 eine Bewegung um die Marke von 1,19 US-Dollar je Euro erwartet.
Stahlpreise
Die weltweite Rohstahlproduktion lag zuletzt unter dem Niveau des Vorjahres. Im Dezember 2025 ging die Produktion im Jahresvergleich um 3,7 Prozent zurück. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der deutliche Produktionsrückgang in China von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. China stellte im Dezember rund 48,9 Prozent der weltweiten Rohstahlmenge her. Die Stahlpreise zeigten sich im Dezember weitgehend stabil. Warmbreitband notierte 2,7 Prozent über dem Vormonatsniveau, Walzdraht blieb unverändert und Feinblech lag 1,3 Prozent darüber. Für die kommenden Monate wird ein leichter Aufwärtstrend bei den Stahlpreisen erwartet. Die Schrottpreise setzten ihren bereits zuvor erkennbaren Anstieg fort. Die Preise für Stahlaltschrott erhöhten sich um 4,8 Prozent, während Stahlneuschrott um 6,1 Prozent zulegte. Für das erste Quartal 2026 wird von einer moderaten weiteren Preissteigerung bei Stahlschrott ausgegangen.
Aluminiumpreise
Die globale Produktion von Primäraluminium erreichte im Jahr 2025 rund 73,8 Millionen Tonnen und lag damit 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Produktionszuwächse wurden insbesondere in Südamerika und China mit jeweils 1,9 Prozent verzeichnet. Den höchsten relativen Anstieg meldete Afrika mit einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Lagerbestände entwickelten sich an den Metallbörsen uneinheitlich. An der London Metal Exchange lagen die Bestände Ende Januar um 3,2 Prozent unter dem Vormonatsniveau und um 16,4 Prozent unter dem Wert von Januar 2025. An der Shanghai Futures Exchange lagen die Bestände hingegen um 23 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Aluminiumpreise stiegen im Jahresvergleich deutlich an. Im Januar 2026 lag der Preis für Primäraluminium um 22,5 Prozent höher, Aluminiumlegierungen verteuerten sich um 15 Prozent. Für das Ende des ersten Quartals 2026 wird beim Primäraluminium ein Preisniveau um 3.200 US-Dollar je Tonne mit einer Schwankungsbreite von etwa 200 US-Dollar erwartet. Für Aluminiumlegierungen wird ein Niveau um 2.500 US-Dollar je Tonne mit einer Bandbreite von rund 100 US-Dollar prognostiziert.
Kupferpreise
Die globale Kupferminenproduktion lag Ende November 2025 um 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, während die Raffinadeproduktion im gleichen Zeitraum um 4,2 Prozent zunahm. Parallel dazu stieg der weltweite Kupferverbrauch um 4,0 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 wird daher ein Angebotsüberschuss erwartet. Die Lagerbestände an den internationalen Metallbörsen erhöhten sich im Januar deutlich. An den Börsen in London und Shanghai zusammen lagerten rund viermal so viel Kupfer wie im Januar 2025. Trotz dieser Entwicklung setzte sich der Preisanstieg fort. Der durchschnittliche Kupferpreis legte im Januar um 11,0 Prozent zu, während sich die Preisentwicklung bei Edelmetallen zuletzt abschwächte. Die Nachfrage aus Anwendungsfeldern wie Elektromobilität und Telekommunikationsinfrastruktur bleibt ein zentraler Faktor für den Kupfermarkt. Für das erste Quartal 2026 wird ein Preisniveau von rund 13.500 US-Dollar je Tonne mit einer Bandbreite von etwa 700 US-Dollar erwartet. Kurzfristig ist weiterhin mit erhöhten Preisschwankungen zu rechnen.







