Industrielle Pilotanlage zur Phosphorrückgewinnung in Schweden

Das schwedische staatliche Bergbauunternehmen LKAB wird 45 Mio. SEK (4,24 Mio. EUR) in die technische Machbarkeitsstudie und zwei Pilotanlagen zur Phosphorrückgewinnung investieren.
Tim Reckmann, pixelio.de
Tim Reckmann, pixelio.de

Die verwendete Technologie basiert auf der von Ragn-Sells patentierten KMAP-Technologie, die von EasyMining entwickelt wurde.

Die Zusammenarbeit zwischen Ragn-Sells und LKAB bei der Gewinnung wertvoller Mineralien aus Bergbauabfällen begann im Herbst 2018. Labortests wurden durchgeführt und zeigen, dass die patentierte KMAP-Technologie mehr Phosphor und Seltenerdmetalle aus den Bergbauabfällen von LKAB produzieren kann als erwartet. Auf der Grundlage dieser positiven Ergebnisse hat LKAB beschlossen, 45 Mio. SEK (4,24 Mio. EUR) in die weitere Pilotstudie und Pilotanlagen zu investieren.

Um die Technologie für die vollständige Industrialisierung zu entwickeln und vorzubereiten, werden derzeit zwei industrielle Pilotanlagen gebaut. Eine bei LKAB in Malmfälten,wo die Minenrückstände anfallen und eine in Uppsala bei dem Ragn-Sells’ Innovationsunternehmen EasyMining, das die patentierte KMAP-Technologie entwickelt hat. EasyMining bietet heute mehrere Verfahrenzur Phosphorrückgewinnung und Produktion von hoch konzentrierten, schadstofffreien Phosphatenaus den Stoffen an, dieheute als Abfall gelten.

Von der industriellen Anwendung wird erwartet, dass sie bis zu fünfmal so viel Phosphor liefern wird alsSchweden benötigt, und dass 2%desglobalen Verbrauchs von Seltenerdmetallen in Zukunft aus schwedischen Minenrückständen hergestellt wird. Die EU-eigene Phosphorproduktion kann so um 50% gesteigert werden.

Die industrielle Pilotphase läuft bis 2020 auf deren Grundlage danndieEntscheidung über Investitionen in die Serienproduktion 2021 getroffen werden kann.

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