Zero Waste e. V. gegründet

Erster bundesweiter Verein zur Müllvermeidung startet seine Aktivitäten mit einer "Plastic Attack".
Logo - Zero Waste e.V

Mikroplastik, Biogemüse in Kunststoff, doppelte und dreifache Umverpackung – die Müllberge wachsen täglich und Plastik ist ein großer Teil davon. Laut einem aktuellen Bericht des Umweltbundesamtes entsorgt jede(r) Deutsche ganze 220 Kilogramm Verpackungsmüll jährlich. Vor diesem Hintergrund hat eine Gruppe von AktivistIinnen einen Verein gegründet, der sich ausschließlich dem Thema Müllvermeidung und -reduzierung widmet. Der im Juni 2018 ins Leben gerufene Zero Waste e. V. ist nun offiziell als gemeinnütziger Verein registriert.

Der Zero Waste e. V. sei damit der erste Verein seiner Art, der sich an Interessierte in ganz Deutschland wendet und startet seine Aktivitäten offiziell am 23.11. mit einer „Plastic Attack“ am Hackeschen Markt in Berlin. Zuerst wird im Supermarkt eingekauft, um dann alles vor Ort in wiederverwendbare Behälter umzupacken und die Müllberge gesammelt an den Markt anschließend zurückzugeben. Auch eine kurze Kundgebung und Informationsmöglichkeit soll es geben. Die Aktion soll einerseits KonsumentIinnen informieren und auf die Problematik aufmerksam machen, und andererseits ein Signal an die Industrie sein, dass Verbraucher*innen Veränderung fordern, so der Verein.

Larissa Gleich, Vorstandsmitglied des Zero Waste e.V., ist überzeugt: „Wir alle haben jeden Tag die Möglichkeit, unseren Konsum zu reflektieren und Müll bestmöglichst zu vermeiden.“  „Viele Verpackungen könnten problemlos weggelassen oder nachhaltig ersetzt werden“, meinte auch Vorstandsmitglied Clara Popp: „Aber als Verbraucherin hat man bislang oft keine andere Wahl beim Einkauf in normalen Supermärkten, da kann ich nicht tatenlos zusehen.“

Unterstützt wird die Aktion vom BUND, Yeşil Çember und Impact Revolution.

Der Zero Waste e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, die Müllvermeidung und -reduzierung bundesweit voranzutreiben. Er wendet sich an Privatpersonen, Unternehmen und Politik, um gemeinsam mit Bündnis-Partner*innen die Müllproblematik bekannt machen, zu nachhaltigen Veränderungen in allen Bereichen zu motivieren sowie mittels Umweltbildung und Aktionen eine aktive Mitwirkung für eine müllfreie Welt zu befördern.

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