HWWI: Gesamtindex im September gestiegen

Im September stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex auf 140,4 Punkte (in Euro: 133,6 Punkte). Der Index für Energierohstoffe erhöhte sich um 6,5 % (in Euro: +5,5 %), wobei sich Rohöl im Monatsdurchschnitt um 6,1 % (in Euro: +5,1 %) verteuerte, nachdem im August der Preis für Rohöl gesunken war.

Der Index für Industrierohstoffe fiel im September erneut und sank damit den dritten Monat in Folge. Die Industrierohstoffe verbilligten sich insgesamt um 1,2 % (in Euro: -2,1 %). Damit war der Preisrückgang geringer als in den beiden Vormonaten. Der Index für Nahrungs- und Genussmittel fiel um 2,8 % (in Euro: -3,7 %) und damit deutlicher als im Vormonat. Die unstete US-amerikanische Politik beeinflusste die Preisbildung auf den Rohstoffmärkten auch im September. Der Index ohne Energie fiel um 1,7 % (in Euro: -2,7 %) auf 106,9 Punkte (in Euro: 101,7 Punkte).

Im September ist der Rohölpreis im Monatsdurchschnitt um 6,1 % (in Euro: 5,1 %) auf 75,86 US-Dollar (in Euro: 65,06) pro Barrel gestiegen. Die US-amerikanischen Sanktionen belasten das Rohölangebot. Sinkende Fördermengen in Venezuela und dem Iran sowie niedrige US-amerikanische Lagerbestände bei anhaltend guter Nachfrage sind verantwortlich für die steigenden Preise am Rohölmarkt. Zunehmend verstärkten sich die Befürchtungen, dass es der OPEC, allen voran Saudi Arabien, zusammen mit Russland doch nicht gelingt, die angestrebte Förderquote zu erreichen.

Im September stieg der Erdgaspreis im Monatsdurchschnitt um 11,1 % (in Euro: +10,1 %), nachdem er im August bereits gestiegen war. Die Unsicherheit hinsichtlich der Fortführung des Nord Stream 2-Projektes steigt aufgrund der anhaltenden US-amerikanischen Kritik an der europäischen Erdgaspolitik und der damit verbunden möglichen Sanktionen gegenüber Russland. Diese Unsicherheiten sind verantwortlich für den deutlichen Preisanstieg bei Erdgas in Europa. Ebenfalls preiserhöhend auf den europäischen Erdgaspreis wirkte der Preisanstieg von CO2-Zertifikaten, da die Förderung und Verwendung von Erdgas als Alternative zu anderen fossilen Energieträgern mit einem relativ geringeren CO2-Ausstoß verbunden ist. Dahingegen stieg amerikanisches Erdgas lediglich um 1,0 % (in Euro: ± 0,0 %) gegenüber dem Vormonat. Kohle verbilligte sich um durchschnittlich 2,5 % (in Euro: -3,4 %) und damit deutlicher als im August. Insgesamt sank der Index für Energierohstoffe um 6,5 % (in Euro: 5,5 %) auf 145,8 Punkte (in Euro: 138,7 Punkte).

Der Index für agrarische Rohstoffe fiel um 2,1% (in Euro: -3,0 %). Schnittholz verbilligte sich abermals und fiel um 5,7 % (in Euro: -6,5 %). Deutschland, Österreich, Russland und die Ukraine erhöhten ihre Exportmengen. Das hohe Angebot ließ die Preise für Schnittholz sinken. Der Index der NE-Metalle sank um 1,5 % (in Euro: -2,4 %) und setzte damit die negative Tendenz der letzten Monate fort.

Nochmals waren Preisrückgänge für alle im Index gelisteten NE-Metalle zu beobachten. Im Monatsdurchschnitt verbilligte sich Nickel um 6,7 % (in Euro: -7.6 %) besonders kräftig. Der Handelsstreit zwischen den USA und China ließ die Preise in der ersten Monatshälfte zunächst deutlich fallen. Die erneute Drohung der USA, weitere Strafzölle auf chinesische Exportgüter zu erheben, verstärkte die Sorgen vor negativen Effekten auf die chinesische Nachfrage. Nickel wird unter anderem für die Produktion von Edelstahl und für die Herstellung von Akkumulatoren benötigt. Steigende Zölle auf diese Produkte würden zu einer sinkenden Nachfrage führen. Ab Mitte September stiegen die Nickelpreise jedoch wieder, da sich diese Bedenken zerschlugen. Im Monatsdurchschnitt sank der Zinkpreis um 3,1 % (in Euro: -4,0). Der Bleipreis fiel um 1,8 % (in Euro: -2,7 %). Aluminium verbilligte sich um 1,1 % (in Euro: -2,1 %). Den geringsten Preisabschlag verzeichnete Kupfer. Der Kupferpreis sank um 0,3 % (in Euro: -1,2 %). Mit dem leichten Anstieg von 0,2 % (in Euro: -0,8 %) setzt der Index für Eisenerz und Stahlschrott seine Aufwärtsbewegung fort. Insgesamt sank der Index für Industrierohstoffe um 1,2 % (in Euro: -2,1 %) auf 120,3 Punkte (in Euro: 114,5 Punkte).

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