Volvo Trucks präsentiert E-Lkw für Abfallentsorgung

In Hamburg hat Volvo Trucks sein zweites Lkw-Modell mit Elektroantrieb vorgestellt. Der Volvo FE Electric sei für schwerere Verteileraufgaben und die Abfallentsorgung in Städten konzipiert und verfügt über ein Gesamtgewicht von bis zu 27 Tonnen.

Der Verkaufsstart in Europa ist für 2019 geplant. Das vorgestellte Fahrzeug wird bei der Stadtreinigung Hamburg mit einem Aufbau für die Abfallentsorgung der Firma Faun in Betrieb gehen.

„Der Senat misst der Verbesserung der Luftqualität und dem Schutz der Hamburger Bürger vor schädlichen Emissionen große Bedeutung bei. Mehr öffentlicher Nahverkehr, Förderung der Elektromobilität, Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr, eine Flotte von ausschließlich emissionsfreien öffentlichen Bussen, mehr Carsharing – alle diese Aspekte sind verkehrspolitische Antworten, zu denen das Volvo-Projekt nun erfreulicherweise beiträgt“, so Wolfgang Michael Pollmann, Staatsrat für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg.

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Siechau, Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg, sieht bei dem Einsatz elektrisch angetriebener Lkw in der Stadt große Umweltvorteile. „Gegenwärtig emittiert jedes unserer 300 herkömmlichen Abfallentsorgungsfahrzeuge rund 31.300 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr. Ein elektrisch angetriebenes Abfallentsorgungsfahrzeug mit Batterie, das eine komplette 8- oder 10-Stunden-Schicht durchhält, ist ein technologischer Durchbruch. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Stadtreinigung Hamburg klimaneutralen Strom erzeugt, der zum Laden der Batterien verwendet werden kann.“

Der neue Volvo FE Electric soll in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Transportaufgaben erhältlich sein. Dazu gehöre auch eine Variante mit Niederflurfahrerhaus, welches das Ein- und Aussteigen erleichtere und dem Fahrer einen guten Blick auf das Verkehrsgeschehen ermögliche. Dank des niedrigen Geräuschpegels und des vibrationsfreien Antriebs verbessere sich auch das Arbeitsumfeld. Die Batteriekapazität könne je nach Bedarf angepasst werden, und das Laden erfolge entweder am Stromnetz oder an Schnellladestationen.

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