Neue Urban-Mining-Tools zeigen wertvolle Ressourcen auf

17 Organisationen haben sich zusammengeschlossen und die erste europäische Datenbank für die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Altfahrzeugen, Altbatterien, E-Schrott und Bergbauabfällen aufgebaut.
Bild: WEEE Irland

Die Urban Mine Platform, die von 17 Partnern im Prosum-Projekt (Prospecting Secondary Raw Materials in the Urban Mine and Mining Wastes) entwickelt wurde, stellt den Fluss von Basis- und Edelmetallen sowie kritischen Rohstoffen über ihren gesamten Lebenszyklus dar.

Die Datenbank zeigt die Menge an Wertstoffen, die in der EU in Altfahrzeugen, Batterien, Computern, Telefonen und anderen High-Tech-Produkten zurückgewonnen werden oder verloren gehen. Insgesamt seien dies jährlich rund 18 Millionen Tonnen – das entpricht dem Gewicht von 3 Millionen afrikanischen Elefanten.

In der EU, Norwegen und der Schweiz fallen jährlich etwa 10,5 Millionen Tonnen E-Schrott an, das entspricht 23 Prozent des weltweiten Aufkommens. Hinzu kommen 2 Millionen Tonnen Altbatterien und 7 bis 8 Millionen Tonnen Altfahrzeuge. All dies sei eine wichtige Quelle für kritische Sekundärrohstoffe.

Die Urban-Mine-Platform bietet Daten zu Elementen und Materialien in hoher Menge in diesen Abfallprodukten, hauptsächlich Basismetalle, Edelmetalle und kritische Rohstoffe (CRM).
Dynamische Darstellungen bieten umfangreiche Informationen und Marktkenntnisse zu

  • Menge und Art von Produkten auf dem Markt, im Gebrauch und als Abfall.
  • Die Zusammensetzung von Kernkomponenten, Materialien und Elementen wie Aluminium, Kupfer, Gold oder Neodym in Batterien, Elektrogeräten und Fahrzeugen.
  •  Abfallströme inklusive gesammelter Mengen, Schätzungen für kleine Batterien und E-Schrott in gemischten Restmüllsammlugen und exportierte Altfahrzeuge ebenso wie die Mengen an Fahrzeugen, Batterien und Elektrogeräten mit unbekanntem Verbleib.

In seinem Bericht erklärt das Konsortium, wenn das gesamte Aufkommen an Elektrogeräten in Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Gebäuden gleichmäßig auf alle Einwohner aufgeteilt würde, würden jede Person 44 Elektrogeräte, 12 Energiesparlampen und 33 Leuchten besitzen. Hinzu käme ein halbes Auto pro Person. Zudem würden diese Geräte insgesamt 40 Batterien enthalten. Damit würde laut Report jeder EU-Einwohner 250 Kilogramm Elektronikgeräte besitzen – das Dreifache des durchschnittlichen Gewichts eines Erwachsenen, sowie 17 Kilogramm Batterien und 600 Kilogramm Auto.

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