Fünfte Kompogas-Anlage für Italien

In Zusammenarbeit mit dem italienischen Partner Cesaro Mac Import baut Hitachi Zosen Inova die bereits fünfte Kompogas-Anlage in Italien.
Dr. Stephan Barth, pixelio.de

Die Anlage wird in Foligno, einer Stadt in der Provinz Perugia, bis Ende 2018 gebaut. Die Trockenvergärungstechnologie von Hitachi Zosen Inova (HZI) ist gemeinsam mit der Kompostierung von Cesaro Mac Import (CMI) der Kern eines Gesamtkonzepts, das die Verarbeitung und wirtschaftliche Verwertung von lokalem Bioabfall zum Ziel hat. Um die bestmöglichen Erträge aus dem Eintragsmaterial, in diesem Fall getrennt gesammelte organische Abfälle (FORSU) sowie Grünabfälle, zu erwirtschaften, soll dieses künftig einer Trockenvergärung und Kompostierung unterzogen werden. Während das entstehende Biogas zu wertvollem Biomethan aufbereitet wird, liefern die Gärreste nährstoffhaltigen Flüssigdünger sowie hochwertigen Kompost für die Landwirtschaft.

HZI liefert das Trockenvergärungsmodul der Anlage, zwei PF1300 Stahlfermenter mit der zugehörigen Technologie inklusive Kontrollsystem. Darin werden künftig rund 40.000 Tonnen FORSU und 13.500 Tonnen Grünabfälle verarbeitet. Im Vergärungsprozess entstehen täglich mehr als 14.000 Nm3 Biogas, welches im Anschluss zu Biomethan aufbereitet und ins lokale Gasnetz eingespeist oder in der Form von komprimiertem Erdgas (CNG) als ökologischer Kraftstoff verkauft wird. Mit der gewonnenen Energie können täglich bis zu 2.400 Haushalte versorgt oder über 500 Erdgasfahrzeuge angetrieben werden. Dies soll zu einer jährlichen Einsparung von über 2.000 Tonnen fossilen Energieträgern führen.

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