G20-Abschlussbericht soll Marktverzerrungen bei der Aluminiumproduktion berücksichtigen

Die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVMetalle) fordert, dass die G20 stärker gegen marktverzerrende Überkapazitäten vorgeht.
Timo Klostermeier, pixelio.de

Kapazitäten, die weit über den Marktbedarfen liegen, beeinflussten die Marktgleichgewichte und verzerren die Preise. Insbesondere China baue in der Aluminiumproduktion seit Jahren eine enorme Produktion auf. Alleine diese Überkapazitäten würden ausreichen, um Europa für mehrere Jahre mit Primäraluminium zu versorgen.

Die europäische Industrie leide zunehmend unter den Marktverzerrungen der Chinesen. So komme eine aktuelle Studie von Professor Markus Taube, Lehrstuhlinhaber für Ostasienwirtschaft/China an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität Duisburg-Essen, zu dem Ergebnis, dass die chinesischen Überkapazitäten einen langen Schatten auf die globalen Märkte werfe. Sie beeinträchtigte die Rentabilität der europäischen Akteure, indem sie grundsätzlich das Preisniveau auf den Absatzmärkten drücke und zusätzlich Verdrängungseffekte auf Heimat- und Drittmärkten auslöse.

Die WirtschaftsVereinigung Metalle plädiert dafür, dass sich die G20 für einen regelbasierten Handel einsetzt. Dazu gehöre auch, dass Überkapazitäten weltweit abgebaut werden. Der politische Wille, die Thematik von Überkapazitäten in der Aluminiumindustrie proaktiv anzugehen, solle deswegen unbedingt im G20-Abschlusskommunique festgehalten werden. Dafür solle sich die G20 an der G7-Erklärung von Taormina orientieren. Hier wurde explizit auf Marktverzerrungen bei Aluminium hingewiesen.

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