Keine Frühjahrsbelebung bei Rohstoffpreisen

Wie die deutsche Industriebank (IKB) berichtet, entwickelten sich die Weltrohstoffpreise sich im März 2017 rückläufig. Vor allem die Rohölpreise gaben leicht nach.
Rohstoffpreise Andreas Hermsdorf, pixelio.de
Andreas Hermsdorf, pixelio.de

Für 2016 wurde der Verbrauchszuwachs nach erneuten Auswertungen nun um 1,38 mbd (million barrel per day) oder 1,5 % nach oben korrigiert. Im laufenden Jahr soll nun ein weiterer Verbrauchszuwachs von 1,26 mbd oder gut 1,3 % erfolgen. Eine der Ursachen für den leichten erneuten Rückgang der Rohölnotierungen dürfte die Stagnation der Rohölförderung gewesen sein.

Die globale Rohstahlproduktion expandierte laut IKB bis Februar 2017 um 5,8 %. In Deutschland und der EU nahm die Produktion um 1,8 % zu. Für 2017 sieht die IKB weltweit einen Anstieg um bis zu 3 %. Die Schrottpreise zogen im März um bis zu 30 Euro/Tonne an, vor allem die türkische Nachfrage bleib auf hohem Niveau. Die Eisenerzpreise waren im Monatsdurchschnitt stabil, haben aber Abwärtspotenzial. Kokskohle verbilligte sich weiter. In Europa zeigten sich die Preise für Lang- und Flachprodukte kaum verändert zum Vormonat. Tendenz: Bis Ende Juni 2017 erhöhen sich die Stahlpreise nur leicht, einige Güten bewegen sich seitwärts, verzinkte Produkte steigen etwas stärker. Bei Schrotten erwarten die IKB im April eine Seitwärtsbewegung.

Weltweit zeichnet sich für die Primäraluminiumproduktion 2017 ein neuer Produktionsrekord ab: In den ersten beiden Monaten 2017 legte die Erzeugung um 10 % zu, in China sogar um 20 %. Dagegen brach die Produktion in Nordamerika um 10 % ein. Die Lagerbestände an der LME sanken kräftig auf unter 1,9 Mio. Tonnen, diejenigen der SHFE stiegen auf 332.000 Tonnen. Die investive Nachfrage im März sank um gut 10 % im Vergleich zum Vormonatsniveau. Tendenz: Die Primäraluminiumpreise bewegen sich bis Ende Juni 2017 um die Marke von 1.900 US-$ je Tonne mit einem Band von 200 US- $, die Preise von Recyclingaluminium oszillieren um 1.700 US-$/Tonne.

Die Weltkupferminenproduktion stieg im Jahr 2016 um 5 %, während die Raffinadeproduktion um 2,5 % zulegte. Der Ver- brauch zog nur um 2 % an. Im Gesamtjahr 2016 kam es noch zu einem Angebotsdefizit von 55.000 Tonne. Für 2017 zeichnet sich ein weitgehend balancierter Markt ab. Bestimmte Spezialitäten sind weiter knapp. Die Vorräte an der LME zogen Ende März 2017 auf rund 291.000 Tonnen an, diejenigen an der SHFE machten 307.000 Tonnen aus. Die investive Nachfrage reduzierte sich im März leicht. Die IKB prognostiziert für die Kupfernotierung bis Ende Juni 2017 eine Bewegung in einem Band von 300 US-$ um die Marke von 5.900 US-$ je Tonne. Der Streik bei Escondi-da (Chile), der größten Kupfermine der Welt, ist nach über 6 Wochen beendet, sodass hiervon keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind.

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