Begriffe aus dem Umwelt- und Nachhaltigkeitskontext gewinnen zunehmend an wirtschaftlicher, rechtlicher und reputationsbezogener Relevanz. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem regulatorische Anforderungen, unternehmensinterne Nachhaltigkeitsziele sowie steigende Erwartungen von Kunden und Geschäftspartnern. Vor diesem Hintergrund hat die ICC in einem internationalen Konsultationsprozess eine erste Fassung der Ecoterms für die Kreislaufwirtschaft erarbeitet.
Die Ecoterms für die Kreislaufwirtschaft sind als Business-to-Business-Ressource konzipiert und enthalten Definitionen für 16 Begriffe, die im globalen Handel häufig verwendet werden. Sie umfassen grundlegende Konzepte wie Kreislaufwirtschaft, Lebenszyklus und Ökodesign, Prozesse am Ende der Nutzungsdauer wie Wiederverwendung, Recycling, Wiederaufarbeitung, Aufarbeitung und Umnutzung sowie Begriffe zu Materialflüssen, darunter Abfall, Nebenprodukt, Sekundärrohstoff und Abfallverwertung. Darüber hinaus werden spezifische Anwendungsbereiche wie kompostierbare Materialien, recycelbare Batterien, Altbatterien sowie Bau- und Abbruchabfälle berücksichtigt.
Ziel der Veröffentlichung ist es, ein gemeinsames Begriffsverständnis entlang internationaler Wertschöpfungsketten zu fördern. Die einheitlichen Definitionen sollen dazu beitragen, regulatorische Anforderungen konsistenter auszulegen, die Kommunikation zu Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsthemen zu erleichtern und die Umsetzung sowie Skalierung zirkulärer Geschäftsmodelle im internationalen Handel zu unterstützen.
Im Unterschied zu den bekannten ICC Incoterms, die vertragliche Rechte und Pflichten zwischen Käufer- und Verkäuferparteien regeln, begründen die Ecoterms für die Kreislaufwirtschaft keine rechtlichen Verpflichtungen. Sie dienen vielmehr als Orientierungshilfe und Referenzrahmen für eine präzisere Verwendung von Begriffen der Circular Economy in unternehmerischen und regulatorischen Kontexten.







