Schneider will dort Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Finanzwelt, Wissenschaft und Zivilgesellschaft führen. Im Mittelpunkt stehen internationale Kooperationen für Klima- und Umweltschutz, die Rolle privater Investitionen sowie Perspektiven für nachhaltige Wachstumspfade in der EU und in Deutschland.
Hintergrund der Reise ist unter anderem der aktuelle Weltrisikobericht des Weltwirtschaftsforums. Der Bericht ordnet kurzfristig die Folgen geoökonomischer Spannungen, Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung vor der Bedrohung durch Extremwetter ein. Für die langfristige Entwicklung nennt das WEF jedoch ökologische Risiken als zentrale Gefahren, darunter Extremwetter infolge des Klimawandels, den Verlust von Biodiversität und den möglichen Kollaps von Ökosystemen sowie tiefgreifende Veränderungen des Erdsystems.
In Davos sind verschiedene Veranstaltungsformate und bilaterale Gespräche vorgesehen. Schneider will dem internationalen Netzwerk „Champions for Nature“ des WEF beitreten. Ziel ist es, den wirtschaftlichen Wert von Naturleistungen wie sauberem Wasser, intakten Wäldern und gesunden Böden stärker in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen.
Am Mittwoch ist zudem eine Teilnahme an einem von Friedensnobelpreisträger Al Gore moderierten Podium geplant. Dort soll es um Klimaschutz unter Bedingungen gesellschaftlicher Polarisierung, wirtschaftlicher Belastungen und geopolitischer Spannungen gehen.
Weitere Gespräche sollen sich mit der Umsetzung internationaler Beschlüsse aus der Weltklimakonferenz und der Weltnaturkonferenz befassen. Thematisiert wird unter anderem die Tropical Forest Forever Facility, ein globaler Fonds, der öffentlich und privat finanziert werden soll und eine langfristige Finanzierung für den Schutz tropischer Wälder anstrebt. Auch die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft sind als Gesprächsthemen genannt. Dabei geht es insbesondere um Ansätze zur Ressourcenschonung, zur Verbesserung von Recyclingprozessen und zur Stärkung von Sekundärrohstoffen in resilienten Lieferketten.







