Mithilfe von künstlicher Intelligenz und Robotik sollen wiederverwendbare Kleidungsstücke von Recyclingware getrennt werden. Ziel ist eine effizientere und qualitativ hochwertige Sortierung. So sollen wertvolle Rohstoffe länger im Kreislauf gehalten werden. Das Gesamtvolumen für das Forschungsprojekt „ReUseTex“ beträgt 1,7 Mio. Euro.
Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit TU Graz, AIT Austrian Institute of Technology, dem steirischen Technologieunternehmen KNAPP, Bernhard Binder Mechatronics & Automation und Resolut Consulting. Im Saubermacher „Technikum“ in der Grazer Puchstraße werden Alttextilien zunächst mittels KI analysiert und klassifiziert. Gut erhaltene Altkleider sollen automatisch der Wiederverwendung, beschädigte Textilien einem möglichen Recycling zugeführt werden. Der manuelle Sortieraufwand soll gesenkt, ein zweites Leben, etwa für Hosen oder T-Shirts, ermöglicht werden. Dank Deep Learning Algorithmen wird das Verfahren schrittweise im laufenden Prozess optimiert. Ziel ist es, ein skalierbares Sortiersystem zu entwickeln, das als Grundlage für künftige industrielle Anwendungen dient.
Zahlreiche neue gesetzliche Vorgaben – etwa die verpflichtende getrennte Sammlung von Alttextilien – sowie stark steigende Mengen an Textilabfällen erfordern rasches Handeln. Denn EU-weit werden laut Europäischer Kommission jährlich rund fünf Millionen Tonnen an Kleidung entsorgt. Nur ein Prozent davon wird dem Recycling zugeführt. Die (manuelle) Sortierung durch karitative Einrichtungen bleibt weiterhin ein unverzichtbarer Bestandteil der Alttextilwirtschaft. Ergänzende automatisierte Systeme schaffen zusätzliche Kapazitäten und tragen dazu bei, bestehende Strukturen zukunftsfit und leistungsfähig zu halten.







