Tomra: Hochwertiges Recycling beginnt mit gezielter Sammlung

Nach Berechnungen der Weltbank werden immer noch rund zwei Drittel der Haushaltsabfälle verbrannt oder deponiert.
Bild: Tomra

Tomra lud Branchenexperten zur 4. Internationalen Konferenz, um die Weichen dafür zu stellen, dass in Zukunft deutlich mehr Kunststoffe aus Haushaltsabfällen sortiert und recycelt werden. Neben Vorträgen und Diskussionen besichtigten die Konferenzteilnehmer auch eine hochmoderne Demonstrationsanlage für die Sortierung und das Recycling von Kunststoffabfällen in Lahnstein, Rheinland-Pfalz, ein Gemeinschaftsunternehmen von Tomra, Borealis und Zimmermann. Diese Anlage trennt zunächst Kunststoffverpackungen vom Hausmüll, um zu verhindern, dass wiederverwertbares Material verbrannt wird. Anschließend verarbeitet sie die Kunststoffe direkt zu Recyclat in Neuwarenqualität. So werden fossile Brennstoffe eingespart und CO2-Emissionen reduziert.

“Eigentlich ist es ganz einfach: jahrzehntelange Erfahrung hat immer wieder gezeigt, dass jede Vorsortierung von Abfällen das Recyclingergebnis bestimmt,“ erklärt Tove Andersen, die neue Vorstandsvorsitzende der Tomra Group auf dem zweitägigen Fachkongress “Closing the Loop on Plastic” am 5. und 6. Oktober in Frankfurt. “Unser Ziel muss es sein, Plastik aus Hausmüll so zu recyceln, dass es wieder lebensmitteltauglich ist. Je klarer und einfacher die Sortierregeln dafür sind, desto schneller werden wir in Europa und weltweit diesen Werkstoff im Kreislauf führen können.”

Eine Studie des Londoner Thinktanks Eunomia im Auftrag von Tomra ergab jüngst, dass durch eine deutliche Erhöhung der Recyclingquoten und eine Verbesserung der Ressourcenmanagementpraktiken weltweit die Treibhausgasemissionen um 2,76 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr gesenkt werden könnten – das entspricht der Menge von mehr als 600 Millionen PKW auf der Straße pro Jahr.

Deshalb wirbt Tomra derzeit mit Unterstützern für einen ambitionierten Plan: Bis 2030 sollen weltweit 40% aller jährlich produzierten Kunststoffverpackungen für das Recycling gesammelt werden. 30% aller Kunststoffverpackungen sollen in einem geschlossenen Kreislaufsystem recycelt werden. Damit wäre ein entscheidender Schritt für die Senkung der CO”-Emissionen und zur Schonung der Ressourcen getan.

1 KOMMENTAR

  1. Um kunststoffe und Hausmüll zu trennen, ist eine separate Tonn, ähnlich der Blauen Tonne für Altpapier einzuführen. Die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack sind ein Beispiel dafür.
    Da in vielen Gemeinden Kunststoffe im Wertstoffhof abgegeben werden müssen, landen diese im Hausmüll, weil sich die wenigsten den Mehraufwand leisten wollen.
    Mülltrennung muss an der Haustüre möglich sein!

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