Das Thermolyseöl kann somit innerhalb der Europäischen Union als nachhaltiger Rohstoff für die Herstellung von Bio-Kraftstoffen sowie weiteren erneuerbaren Energieträgern eingesetzt werden.
Mit der Zertifizierung wird die Nutzung des aus Altreifen gewonnenen Öls in regulierten Märkten für nachhaltige Kraftstoffe möglich. Dadurch erweitert das Unternehmen seine Vermarktungsoptionen insbesondere in den Bereichen Bio-Kraftstoffe, flüssige Bio-Brennstoffe, Biomasse-Brennstoffe und mitverarbeitete Brennstoffe. Gleichzeitig schafft die Zertifizierung eine Grundlage für den geplanten Ausbau der Produktionskapazitäten.
Das Zertifizierungssystem ISCC EU dient der Überprüfung nachhaltiger Produktions- und Lieferketten. Im Rahmen des Verfahrens werden ökologische Kriterien, Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Rückverfolgbarkeit der Rohstoff- und Produktströme bewertet. Grundlage sind die Nachhaltigkeitsanforderungen der europäischen Richtlinie RED III sowie weitere regulatorische Vorgaben der Europäischen Union. Zusätzlich werden die Treibhausgasemissionen durch unabhängige Gutachter nach den Vorgaben des GHG-Protokolls geprüft und verifiziert.
Die Zertifizierung schafft regulatorische Voraussetzungen für die Nutzung von Sekundärrohstoffen in der Energieerzeugung. Das aus Altreifen gewonnene Thermolyseöl kann als Rohstoff für erneuerbare Kraftstoffe eingesetzt werden und damit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen. Gleichzeitig wird ein Abfallstrom stofflich und energetisch genutzt, der bislang nur begrenzt verwertbar war.
Für das Unternehmen eröffnet die Zertifizierung zusätzliche Absatzmöglichkeiten in regulierten Energiemärkten. Dies kann die Vermarktung beim geplanten Kapazitätsausbau stabilisieren und die Abhängigkeit von einzelnen Abnehmer- und Wertstoffmärkten verringern. Die Einbindung in regulierte Märkte für nachhaltige Kraftstoffe schafft damit eine weitere Option für die Verwertung der aus Altreifen gewonnenen Produkte.







