Die makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa waren 2025 weiterhin herausfordernd. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs um rund 0,9 Prozent, während Investitionen und privater Konsum verhalten blieben. Die Zinssätze stabilisierten sich zwar, lagen jedoch weiterhin über dem Niveau vor 2022 und wirkten dämpfend auf Immobilieninvestitionen und private Haushaltsbudgets. Entsprechend zeigte sich der europäische Bausektor insgesamt uneinheitlich.
Trotz dieser Rahmenbedingungen konnte der europäische Baumaschinenmarkt 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent zulegen. Der Wohnungsbau blieb das schwächste Segment und spiegelte die anhaltende Zurückhaltung auf den Immobilienmärkten vieler großer europäischer Volkswirtschaften wider. Die Gesamtbauleistung entwickelte sich im Jahresvergleich weitgehend stabil. Ein Wachstum von rund 3 Prozent im Tiefbau und Infrastrukturbereich kompensierte die Rückgänge im Hochbau. Infrastrukturinvestitionen wirkten damit stabilisierend auf Baukonjunktur und Baumaschinenabsatz.
Für 2026 wird eine moderate Markterholung mit einem Wachstum von 2 bis 2,5 Prozent prognostiziert. Grundlage dieser Erwartung sind stabilisierte Finanzierungsbedingungen, eine allmähliche Belebung privater Investitionen sowie fortgeführte Infrastrukturprogramme. Impulse werden insbesondere aus einer möglichen Erholung des Wohnungsbaus nach zwei rückläufigen Jahren sowie aus Investitionen in Energieinfrastruktur und Transformationsprojekte erwartet. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch abhängig von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der öffentlichen Investitionspolitik. Strukturelle Herausforderungen wie regulatorische Anforderungen, Wettbewerbsbedingungen und Unsicherheiten auf internationalen Märkten, insbesondere im US-Geschäft, beeinflussen weiterhin die Perspektiven der Branche.







