Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen führen zu ökologischen, gesundheitlichen und ökonomischen Folgekosten. Hierzu zählen unter anderem Ernteausfälle infolge klimabedingter Extremwetterereignisse, Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen durch Überschwemmungen sowie gesundheitliche Belastungen durch Feinstaub. Diese Auswirkungen werden im Handbuch in monetäre Werte überführt, um die gesellschaftlichen Kosten von Umweltbelastungen systematisch zu erfassen.
Das Umweltbundesamt veröffentlicht seit 2007 wissenschaftlich fundierte Kostensätze zur Bewertung von Umweltwirkungen. Mit der Methodenkonvention 4.0 werden die zugrunde liegenden Modelle und Annahmen weiterentwickelt. Ziel ist es, eine einheitliche Bewertungsgrundlage für politische Entscheidungsprozesse, Investitionsentscheidungen und die betriebliche Nachhaltigkeitsberichterstattung bereitzustellen.
Die Berücksichtigung von Umweltkosten ermöglicht es Unternehmen, Management- und Investitionsentscheidungen stärker an den tatsächlichen gesellschaftlichen Folgekosten von Emissionen auszurichten. Im öffentlichen Bereich können Umweltkostensätze zur Abschätzung der Auswirkungen von Gesetzgebungsvorhaben sowie Infrastruktur- und Energieprojekten herangezogen werden. Neben Klimaschadenskosten enthält das Handbuch auch Kostensätze für Luftschadstoffe, Umweltwirkungen der Strom- und Wärmeerzeugung, verkehrsbedingte Emissionen einschließlich Lärm, Stickstoff- und Phosphoreinträge sowie Umwelteffekte in der Landwirtschaft.
Mit der Aktualisierung der Methodenkonvention stellt das Umweltbundesamt eine erweiterte Datengrundlage zur Verfügung, um Klimafolgekosten, Luftschadstoffemissionen und weitere Umweltwirkungen in ökonomische Entscheidungsprozesse zu integrieren.







