Der Gemeinderat hat dem Vorhaben am Montag, 19. Januar, einstimmig zugestimmt. Der Baubeginn ist für den Sommer vorgesehen, die Inbetriebnahme der Anlage ist Anfang 2027 geplant.
In der Anlage sollen gipsbasierte Materialien aus Rückbau- und Sanierungsprojekten aufbereitet werden, um sie als Recyclinggips wieder für die industrielle Verarbeitung nutzbar zu machen. Der aufbereitete Recyclingrohstoff soll an Produktionsstandorte der Knauf Gruppe in Bayern geliefert werden und dort in die Herstellung von Gipskartonplatten einfließen. Nach Angaben der Unternehmen beträgt die Entfernung zu den Abnehmerstandorten rund 50 Kilometer. Damit ist ein regionaler Stoffkreislauf vorgesehen, der die Wiederverwertung von Gipsabfällen im Umfeld der Baustoffproduktion ermöglicht.
Das Projekt wird durch die Bayerische Gipsrecycling GmbH (BGR) umgesetzt, ein Joint Venture der beiden Familienunternehmen. BSR bringt Erfahrungen aus dem Betrieb von Recyclinganlagen sowie aus der Erfassung und Annahme von Gipsabfällen ein und soll den Anlagenbetrieb übernehmen. Knauf beteiligt sich mit Know-how zur Nutzung von Recyclinggips in der Produktion und plant, die erzeugten Sekundärrohstoffe in der regionalen Plattenherstellung einzusetzen.
Gips gilt als wichtiger Rohstoff für das Bauwesen und wird in Deutschland in großen Mengen eingesetzt. Der jährliche Bedarf liegt bei rund 10 Millionen Tonnen, in Bayern bei etwa 1,6 Millionen Tonnen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe belief sich die Menge recycelten Gipses in Deutschland im Jahr 2020 auf 63.000 Tonnen.







