Für Kraft- und Brennstoffe ergeben sich daraus moderat steigende Endkundenpreise, unter anderem um bis zu rund 3 Cent pro Liter bei Benzin und Diesel sowie bis zu 0,22 Cent je kWh bei Erdgas. Parallel greifen mehrere kostendämpfende Instrumente im Energie- und Strommarkt. Dazu gehören markt- und abgabenbezogene Anpassungen sowie strukturelle Effekte durch den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien im Stromsystem.
Strompreisentwicklung und Erneuerbaren-Anteil
Die Großhandelspreise für Strom haben sich gegenüber der Energiekrise normalisiert. Für 2026 wird insgesamt eine stabile bis leicht sinkende Preisentwicklung für Haushalte erwartet, mit regionalen und verbrauchsabhängigen Unterschieden. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix liegt aktuell bei rund 54 Prozent und wächst weiter. Dieser Trend trägt zur Stabilisierung der Strompreise und zur Reduzierung von Preisschwankungen bei.
Entlastungsmaßnahmen ab 2026
Mehrere beschlossene Maßnahmen wirken auf Energiekosten von Haushalten und Unternehmen:
- Absenkung der Gasspeicherumlage: Die Umlage wird 2026 weiter reduziert und mindert die Gas-Endkundenpreise.
- Reduzierte Stromsteuer für produzierende Unternehmen sowie Land- und Forstwirtschaft: Die Absenkung senkt Energiekosten in weiten Teilen des Mittelstands und energieintensiver Branchen und wirkt entlang der Wertschöpfungsketten preisstabilisierend.
- Anhebung der Entfernungspauschale: Ab 1. Januar 2026 gilt ein einheitlicher Satz von 38 Cent ab dem ersten Kilometer. Die Mobilitätsprämie für Personen mit geringen Einkommen bleibt über 2026 hinaus verfügbar.
Ergänzend tragen Netzentgelt-Stabilisierungen und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien zur langfristigen Preisstabilisierung bei.
In Summe ergeben sich Entlastungen von rund 10 Mrd. Euro jährlich. Zusätzlich wirkt weiterhin die frühere Abschaffung der EEG-Umlage. Haushalte mit Strom- und Gasbezug können 2026 durchschnittlich etwa 160 Euro pro Jahr einsparen (Referenz: 20.000 kWh Stromverbrauch).







