Bahn: mehr Recycling durch weniger Trennung?

Häufige Fehleinwürfe erschweren das Trennen des Abfalls, der an Bahnhöfen und in Zügen anfällt, konstatiert die Deutsche Bahn. Kunden sollen deshalb nur noch in Papier und andere Abfälle trennen. Die weitergehende Trennung sollen Entsorger übernehmen.
Im Bordbistro gibt es künftig Besteck aus Holz statt aus Plastik. Entsorgen können Reisende aber nur noch über zwei Abfallfraktionen. (Quelle: Pixabay, Jürgen Wulff)

Der Abfall in Zügen und Bahnhöfen wird bislang in vier Fraktionen gesammelt: Papier, Restmüll, Verpackungen und Glas. Dieses System scheint Reisende aber zu überfordern: Das Trennen und recyceln der rund 60.000 Tonnen Abfall, die jährlich an den Bahnhöfen und in den Zügen der DB fallen, werde durch häufige Fehlwürfe erschwert, konstatiert jetzt die Deutsche Bahn.

Um die Abfälle aus Bahnhöfen und Zügen besser aufbereiten, sollen daher ab Juni nur noch zwei Fraktionen separat erfasst werden: Papier und Restmüll. Gleichzeitig setzt die Bahn sich eine Recyclingquote von 85 Prozent als Ziel. Dieser Anteil der Abfälle soll als sauber getrennte Wertstoffe für das Recycling zur Verfügung stehen.

Für die Sortierung sind künftig 25 zertifizierte Dienstleister im Bundesgebiet verantwortlich, die auch das Recycling übernehmen sollen. Aus Sicht der Bahn können Ressourcen wie Glas, Metall und Kunststoffe so schneller und in größerem Umfang wiederverwendet werden. Dazu stellt das Unternehmen die rund 6.000 Abfallbehälter in den öffentlichen Bereichen der Bahnhöfe und in den Fernzügen von der aktuellen Vierfach- auf eine Zweifach-Trennung um. Vorhandene Abfallbehälter werden lediglich neu beschriftet.

Parallel zur Umstellung hat die Bahn verkündet, in der Gastronomie ihrer Züge künftig Holz- statt Plastikbesteck zu verwenden. Die Maßnahme umfasst nach Unternehmensangaben etwa 500.000 Bestecke pro Jahr.

 

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