Mehr Recyclingglas für Europa

Um das Glasrecycling in Europa zu fördern, haben führende europäische Verbände und Unternehmen aus den Bereichen der Glasherstellung und des Glasrecyclings die Plattform „Close The Glass Loop“ gegründet.
Foto: Florentine; pixelio.de

Ziel der Initiative ist es, die Recyclingquote für Verpackungsglas in Europa von heute 76 Prozent auf zunächst 80 Prozent 2025 und auf 90 Prozent 2030 zu steigern. Der Grüne Punkt unterstützt die Plattform als Mitglied von PROsPA, der europäischen Allianz von Systemen der Produktverantwortung für Verpackungen in Frankreich, Großbritannien, Irland, Portugal, Österreich, Polen und Deutschland.

Während die Glasrecyclingquoten in Deutschland bereits seit Jahren über 80 Prozent erreichen, liegen die erreichten Quoten im europäischen Durchschnitt noch deutlich niedriger. „Wir wollen nicht nur die Quoten steigern, sondern auch die Qualität der gesammelten Altglasscherben verbessern und erreichen, dass der Anteil von recyceltem Rohstoffen am Verpackungsglas deutlich zunimmt“, erläutert Michael Wiener, CEO Der Grüne Punkt. „Close The Glass Loop“ bringt zu diesem Zweck europaweit Hersteller, Verarbeiter und Recycler von Glas zusammen sowie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller und natürlich Systembetreiber wie den Grünen Punkt, die die erweiterte Produzentenverantwortung umsetzen und damit wesentliche Treiber des Glasrecyclings sind.

Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch ACR+ (The Association of Cities and Regions for sustainable Resource management), die allein 1.100 Kommunen in Europa vertritt. „Wir müssen europaweit die Erfassung von gebrauchten Glasverpackungen steigern, um mehr recyceln zu können. Die Kommunen haben dabei eine Schlüsselrolle“, so Wiener. „Das allein reicht aber nicht – die Glasverpackungen müssen auch so gestaltet sein, dass sie sich recyceln lassen. Und natürlich muss auch die Infrastruktur zum Recycling vorhanden sein. Aus diesen Gründen ist die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette so wichtig.“ Europa insgesamt habe da noch Nachholbedarf. „Glasrecycling spart große Mengen Energie und damit auch Treibhausgase – das ist ein weiterer wichtiger Grund, diese Kooperation voranzutreiben.“

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