Auf dem Weg zu schadstofffreien Produkten

Zusammen mit der Kunststoffstrategie hat die EU-Kommission auch eine Mitteilung über die Schnittstelle zwischen Chemie-, Produkt- und Abfallrecht vorgelegt. Im Rahmen der Stakeholder-Konferenz zur Kreislaufwirtschaft wurde über mögliche konkrete Umsetzungsmaßnahmen diskutiert.
Tim Reckmann, pixelio.de
Tim Reckmann, pixelio.de

Kęstutis Sadauskas (Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission) fasste die wichtigsten Aspekte der Mitteilung zusammen. Ziel der Überlegungen müssten schadstofffreie Produkte sein, so Sadauskas.

Theresa Kjell (ChemSec) führte aus, dass Unternehmen grundsätzlich bereit seien, Sekundärrohstoffe zu verwenden – aber eben nur, wenn diese schadstofffrei seien. Sie forderte eine schärfere Gesetzgebung, da diese automatisch technische Innovationen nach sich ziehen würden. Der einfachste und effizienteste Weg sei aber, gefährliche Substanzen in Produkten nicht mehr zuzulassen.

Auch Michaël Mansuy (Veolia) betonte, dass es für die Recycler unerlässlich sei, die Zusammensetzung des Materials zu kennen. Die entsprechenden Informationen müssten über den gesamten Lebenszyklus erhalten bleiben, dies könne mit REACH auch umgesetzt werden. Zudem erklärte er, dass die derzeitigen Regelungen zum Ende der Abfalleigenschaft zu rechtlichen Unsicherheiten und zu einer Fragmentierung der Märkte führten.


Harald Kasamas (Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Österreich) erklärte, dass das Aufkommen von gefährlichen Substanzen künftig durch ein besseres Design reduziert werden könne. Zudem forderte er, dass für Sekundärrohstoffe die gleichen Regelungen gelten sollten wie für Primärrohstoffe. Eine Ausnahme müsse es für „legacy substances geben, diese sollten allerdings zeitlich beschränkt sein.

Betont wurde auch die Notwendigkeit der Substitution von gefährlichen Substanzen durch andere Materialien. Hier würde es aber oft am notwendigen Wissen fehlen.

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